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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
Entstehung
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Einundvierzigstes Kapitel.

Dritter römischer Bürgerkrieg zwischen Cäsar undPompejus (4948 y. Chr.).

§. 284. Ursachen des Krieges; politische und strategische Lage beider Gegenparteien,des Cäsar und Pompejus. I. Der Bürgerkrieg (4948). Ereignisse in Italien (§. 285289). Ereignisse in Hispanien (§. 290 294). §. 295. Resultate der Opera-tionen in Italien und Hispanien. §. 296. Belagerung von Massilia; NiederlageCurio's in Afrika.

Quellen und historische Hiilfsmittel: die im 31. Kapitel angeführten.

§. 284.

Ursachen des Krieges.

Politische und strategische Lage beider gegnerischer Parteien, des

Cäsar und desPompe jus.

Die Absichten Cäsar's gingen in Erfüllung: er hatte sich eine un-abhängige und gewaltige Macht geschaffen, und die Lage der Dinge inBom und in den römischen Besitzungen gab ihm eine günstige Gelegen-heit zur Anwendung derselben.

Während seiner achtjährigen Kriegführung in Gallien hatte er den-noch Born nicht aus den Augen gelassen, sondern alle Vorgänge dortaufmerksam verfolgt und vermittelst seiner Anhänger, besonders desTribunen Clodius und dann des Tribunen und bedeutenden BednersCurio, thätig eingewirkt. Die Führer des Senats, Cato und Cicero, wa-ren aus Bom entfernt worden (s. §. 253), der Erstere um die Insel Cy-pern zur römischen Provinz zu machen, der Andre in die Verbannungnach Macedonien. Dies war durch den Einfluss Cäsar's geschehn, nochvor seiner Abreise nach Gallien, um die Macht der Triumvirn dauerndzu befestigen. Aber nach Cäsar's Abgang nach Gallien im Jahre 58 er-kannten Pompejus und Crassus, dass man einen so mächtigen Demago-gen wie Clodius unmöglich als Werkzeug für den Ehrgeiz Cäsar's alleinthätig sein lassen dürfe, deshalb berief Pompejus zu seiner eignen