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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
Entstehung
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I T> HI. Vom Tode Alexanders d. Giß bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

numerische Schwäche durch Schnelligkeit der Bewegungen undOperationen.

Gegenstand seiner ersten Angriffs-Bewegungen und Operationenwaren entweder die nächsten, oder die wichtigsten Punkte, aufwelchen die feindlichen Kräfte concentrirt standen. So warf er in demFeldzug gegen die Belgier sich vor Allem rasch auf die Keiner, als dieihm zunächst Stehenden, die noch schwankten, ob sie dem Bündniss derBelgier beitreten sollten oder nicht. Dadurch erlangte er gleich vonvornherein bedeutende Erfolge und Vortheile für sich. Dann entwaffneteer genau ebenso die Bellovaker, Suessionen und deren Nachbarn, undnun erst stellte er sich in Vertheidigungs-Position in dem verschanztenLager auf beiden Ufern der Axona. Im Jahre 52 war das Land zwischendem Cevennen-Gebirge und dem linken Ufer des unteren Liger (Loire)der Sammelplatz der Feinde. Die Legionen Cäsar's befanden sich indem Gebiete zwischen Sequana (Seine) und Matrona (Marne), und Cäsarführte sie auf dem kürzesten Wege aus Agendicum (Sens) über Gena-bum (Orleans). In der Campagne gegen die Veneter und deren Verbün-dete theilte er seine Kräfte so, dass er selbst mit drei Legionen andie Südküste der heutigen Bretagne zog, während Titurius mit dreiLegionen an die nördliche Küste derselben in die beutige Normandie.Crassus mit zwölf Cohorten und einem Theile der Keiterei nach Aquita-tanien, Labienus mit dem Best der Reiterei in das nordöstliche Galliengeschickt ward. Acht Cohorten wurden vermuthlich auf der neuerbautenFlotte verwendet. Aber auch in diesem Falle befanden sich die Haupt-kräfte, sechs Legionen, in nicht weiter Entfernung von einander in derBretagne und Normandie.

Auch in solchen Fällen theilte Cäsar seiue Kräfte, wenn es nöthigwar, die Verbindungen seines Heeres mit dem rückwärts gelegenenLande, das ihm als Operationsbasis diente, zu sichern, wenn die poli-tischen Bündnisse mit den Völkerschaften dieses Landes, oder derendurch Drohungen erzwungene Erhaltung in Ruhe und Gehorsam zujenem Zwecke nicht sicher genug erschienen. So Hess zur Zeit derzweiten Expedition nach Britannien Cäsar von seinen' acht Legionen dreinebst der Hälfte der Cavallerie in Nordgallien und an dessen Küste zu-rück, um diese und ganz Gallien zu sichern, und nahm nur fünf Legio-nen und die andre Hälfte der Cavallerie mit sich. Im Jahre 52, zurZeit des allgemeinen Aufstandes der Gallier, diente die von 22 Cohortendes Legaten L. Cäsar besetzte römische narbonensische Provinz demJulius Cäsar zur ersten und Hauptoperationsbasis, das Landder Remer aber, ziemlich zuverlässiger Verbündeter, als zweite, mitder ersten durch das Land der Sequaner, auf dem linken Ufer desFlusses Arar Saune , verbunden, welche gleichfalls ziemlich ruhig und