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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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39. Kriege und Feldzüge Julius Cäsar's (5845 v. Chr.). 107

zwei letzten Legionen in das Land der Lemoviker (Limousin) nahe denArvernern (Auvergne).

Im narbonensischen Gallien brachte Cäsar nur wenige Tage zu,welche er zum Besuche der benachbarten Stämme benutzte, um zwischenihnen Urtheil und Recht zu sprechen, ihre Streitigkeiten zu schlichtenund die den Römern geleisteten Dienste zu belohnen. Dann reiste er zuder Stadt Nemetocenna im Lande der Atrebaten (heute Amis), wo er denWinter von 51 auf 50 verblieb.

Seine Hauptsorge war jetzt darauf gerichtet, die Gallier in gutemEinvernehmen mit den Römern zu erhalten, um bei dem bevorstehendenAblauf seiner Verwaltungsperiode in Gallien alle Gewaltthätigkeiten zuverhüten. Dem entsprechend ging er auch mild mit den unterworfenenStämmen um, belastete sie nicht mit neuen Steuern, zeichnete ihre Für-sten durch Freundlichkeit und Geschenke aus u. s. w., und erreichte da-mit seinen Zweck vollständig. Im Frühjahr 50 reiste er nach Nord-italien und besuchte alle Hauptstädte desselben mit dem politischenZwecke, die Zahl seiner Anhänger zu vermehren und seinen Feinden,wie der Partei des Pompejus in Rom entgegen zu arbeiten. Ueberallwurde er als Sieger und Triumphator empfangen, die ganze Bevölkerungdes Landes feierte ihn mit Siegesfesten und den Zeichen der Liebe undVerehrung. Dann kehrte er eilends nach Nemetocenna zurück, zog dieLegionen des Labienus in der Hauptstadt der Trevirer ^ Trier) zusammen,hielt eine Revue über sie ab, ernannte den Labienus, den zuverlässigstenvon seinen Legaten, zum Statthalter von Norditalien und reiste daraufselbst dorthin ab nach der Stadt Ravenna, um möglichst nahe bei Romund stets über Alles in Kenntniss zu sein, was dort vorging.