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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
Entstehung
Seite
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10ö HI. Vom Tode Alexanders d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

Contravallationslinien schon fast ganz fertig gestellt und befestigt waren.Da er hörte, dass in Uxellodunum kein Mangel an Proviant herrsche, sounternahm er es, der Stadt das Wasser des Flusses abzuschneiden, derfast den ganzen Berg umfloss, auf welchem die Stadt lag. Trotz derausserordentlichen Schwierigkeit dieses Unternehmens setzte Cäsar esdennoch durch, indem er Bogenschützen, Schleuderer und Wurfgeschützeso placirte, dass sie den einzigen Weg bestrichen, auf dem die Belager-ten zum Flusse herabsteigen konnten, um Wasser aus demselben zuholen. Trotzdem blieb aber noch eine Wasserquelle übrig am Fusse derStadtmauer, da wo der Fluss nicht die Mauer umspülte. Um auch dieseQuelle abzuschneiden, Hess Cäsar zu der Stelle hin, wo das Wasser amBerge und der Stadtmauer emporsprudelte, ausserordentlich mühseligeErd- und Holzarbeiten ausführen, unter dem Schutze von Holzblendagenund einer hohen Schauze (Cavalier), auf welcher letzteren ein zehn-stöckiger Holzthurm stand; die Höhe der Stadtmauer erreichte zwar die-ser Thurm noch nicht, aber er beherrschte die Quelle und brachte sieunter das Feuer des Wurfgeschützes. Diese gewaltigen und ungewöhn-lich schwierigen Arbeiten wurden mit vollstem Erfolge beendigt. Durchden Durst aufs Aeusserste gebracht, suchten die Belagerten die römi-schen Holzconstructionen durch brennende Gegenstände anzuzünden,machten einen Ausfall und zerstörten einen bedeutenden Theil der Ar-beiten der Belagerer. Aber die römischen Soldaten besserten die Schä-den aus, führten die Arbeiten weiter und zwangen dadurch die Belager-ten sich zu ergeben. Cäsar hielt es für geboten, sie mit exemplarischerStrenge zu strafen, um die Gallier dadurch zu schrecken und ihnen fürimmer jeden Gedanken an Aufstand zu benehmen. Er Hess daher allenmit den Waffen in der Hand ergriffenen Einwohnern von Uxellodunumdie Hände abschlagen, Drapes selbst tödtete sich freiwillig durch Hun-ger, und Luterius, den man später ergriff und an Cäsar auslieferte,wurde hingerichtet.

Inzwischen hatte Labienus in einem Reitergefechte die Trevirer unddie ihnen verbündeten Germanen besiegt und ihre Führer gefangen ge-nommen.

Nach allen diesen glücklichen Erfolgen ging Cäsar mit zwei Legio-nen nach Aquitanien (Guyenne im südwestlichen Frankreich), wo er nochnicht gewesen war, und dessen einen Theil der Legat P. Crassus unter-worfen hatte. Hierher schickten alle Stämme Gesandte und Geiseln,und nun wandte sich Cäsar mit der Cavallerie ins Narbonensische,seine Armee dagegen legte er in Gallien in Winterquartiere: M.Antonius,Trebonius, Vatinius und Q. Tullius mit vier Legionen ins belgische Gal-lien, zwei Legionen in das Land um Bibracte (Autun), zwei Legionen andie Grenzen des Gebietes der Carnuten und Turonen am Ligerflusse, die