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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
Entstehung
Seite
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104 HI. Vom Tode Alexanders d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

seinen Legionen über den Haufen geworfen, sein Heer zerstreut unddurch die Cavallerie verfolgt, wobei es an 12.000 Mann Todte und Ge-fangene sowie die ganze Bagage einbüsste.

5000 Mann waren bei dieser Gelegenheit entkommen und hattensich einem Haufen Sklaven, Landesverwiesenen, Dieben und Räubernunter der Anführung eines gewissen Drapes aus Agendicum iheuteSens) angeschlossen: mit diesen und ähnlichen Schaaren unter Luteriusaus der Stadt Uxellodunum (Divona oder Cadurca) im Lande der Cadur-ker (heute Gabors in Guyenne) rückten sie gegen die römische narbonen-sische Provinz Gallien vor. Caninius verfolgte sie mit seinen zwei Le-gionen, Fabius dagegen zog ins Carnutische (Chartres) und zu den denCarnuten verbündeten Stämmen, welche dem Dumnacns Unterstützunggeliehen hatten. Die Carnuten unterwarfen sich dem Fabius und gabenGeiseln, ihrem Beispiele folgten auch die Stämme von Armorica an denKüsten des Oceans, Dumnacus rettete sich durch die Flucht zu denGrenzen Galliens. Drapes aber und Luterius, von Caninius rasch ver-folgt und hastig gedrängt, konnten nicht, wie sie gewollt, in das narbo-nensische Gallien eindringen, sondern sahen sich genöthigt sich in Uxel-lodunum einzuschliessen, wo sie vielen Anhang hatten. Die fast unein-nehmbare Lage von Uxellodunum auf einem hohen steilen Berge machtees dem Caninius unmöglich, diese Stadt sofort mit offner Gewalt oderdurch Belagerung zu nehmen, sondern zwang ihn, sie durch eine Contra-vallationslinie einzuschliessen, welche die drei verschanzten Lager aufdrei benachbarten hohen Bergen verband. Drapes und Luterius, dasSchicksal von Alesia fürchtend, Hessen einen Theil ihrer Truppen inUxellodunum zurück und rückten mit der Hauptmacht zu einer grossenFouragirung aus. Nachdem Lebensmittel und Fourage zusammenge-bracht waren, verblieb Drapes mit einem Theil seiner Truppen in seinemLager, während Luterius mit dem andren Theile in kleinen Abtheilun-gen Nachts einzeln die Proviant-Fuhrwerke auf schmalen Waldwegennach Uxellodunum zu geleiten begann. Aber die römischen vorge-schobenen Wachen hörten das Geräusch der fahrenden Wagen, machtenLärm, und Caninius griff nun mit den Wacht-Cohorten den Luteriusan, schlug ihn mit nur wenigen seiner Soldaten in die Flucht undbrach dann, unter Zurücklassung einer Legion in seinen drei Lagern,mit der andern Legion gegen Drapes auf, seine ganze Reiterei nebstdem germanischen Fussvolk vorausschickend. Unvermuthet überfielendiese Reiterei und Fusstruppen den Drapes und verwickelten ihn ineinen Kampf, und als Caninius mit seiner Legion hinter ihnen erschienund die ringsum liegenden Höhen besetzte, ward Drapes aufs Hauptgeschlagen und mit dem Rest seiner Schaaren gefangen genommen.Darauf kehrte Caninius nach Uxellodunum zurück und fuhr fort seine