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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
Entstehung
Seite
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74 III. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

nicht ganz von der Angst vor einem Einfall in ihr Land zu befreien, Hesser nur einen Theil der Brücke nahe dem rechten Ufer des Rheins wegneh-men, am linken Ufer aber einen Thurm und Verschanzungen bauen undbestimmte zu deren Schutz und zur Bewachung der Brücke den VolcatiusTullus mit zwölf Cohorten.

Dann eröffnete er in der Mitte des Sommers den Feldzug gegen Am-biorix im Lande der Eburonen. Den Minucius Basilus mit der Reitereisandte er voraus durch den Ardenner Wald, um überall, wo es möglichsei, durch plötzliche Angriffe irgend welche Vortheile über den Feind zuerlangen, er selbst versprach der Reiterei mit dem Fussvolke zu folgen.

Basilus drang bis zu dem Aufenthaltsorte des Ambiorix selber vor,welcher Letztere sich nur mit grosser Mühe vor der ihm nachsetzendenrömischen Cavallerie zu retten vermochte.

Darauf Hess Cäsar den Cicero mit der vierzehnten Legion zumSchutze der gesammten Heeres-Bagage in Aduatuca (heute Tongern) *)zurück, den Labienus schickte er mit drei Legionen in's Menapischei'Brabant und Geldern), den Trebonius ebenfalls mit drei Legionen in dasLand derAduatuker (Namur), um es zu verwüsten,er selbst brach mitden übrigen drei Legionen gegen Ambiorix auf, der einige Reiterei amScaldis-Fluss (Scheide) am Ende des Ardenner Waldes gesammelt hatte.Er versprach binnen sieben Tagen zu Cicero zurückzukehren und wiesauch Labienus und Trebonius an, wenn irgend möglich, zur selben Zeitin Aduatuca wieder einzutreffen.

Inzwischen hatten die Eburonen sich in ihren Wäldern versteckt undmachten aus denselben häufige Angriffe, aber nur auf vereinzelte Römer.Als Cäsar einsah, dass er sie unmöglich im offenen Felde treffen und be-siegen könne, rief er die Nachbarstämme herbei, um frei und ungehin-dert das Land der Eburonen auszuplündern. In Folge dessen kamenauch 2000 sigambrische Reiter (germanische Stämme aus dem heutigenWestfalen) über den Rhein, den sie unterhalb der römischen Brückeüberschifften, und gewannen gleich den übrigen Plündernden reicheBeute. Einer der durch sie gefangenen Eburonen schlug ihnen vor, ge-gen das nur drei Stunden entfernte Aduatuca zu rücken, wo alle Bagageund alle Vorräthe des Römerheeres unter dem Schutze eines nurschwachen römischen Corps aufbewahrt würden. Die Sigambrer folgtenihm und zogen vor Aduatuca. Hier hatte inzwischen Cicero, der in demvon Cäsar verwüsteten Lande keinen Angriff befürchtete und der Lebens-mittel ermangelte, da der siebente Tag herangekommen war, ohne dassCäsar zurückkehrte, fünf Cohorten auf die nächsten Saatfelder geschickt

*) Aduatuca lag auf dem rechten Maasufer, Tongern liegt auf dem linken; dasheutige Theux dürfte vielleicht der Stadt Aduatuca entsprechen.

Anmerkung des Uebersetzers.