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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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50 III. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

Zweck. endete auch ohne Erfolg und ohne besondera Ruhm für Cäsar.Das ist die Meinung Napoleon'sl. und der Übrigen Schriftsteller über die *Operationen Cäsar's in Gallien im Jahre 56.

§. 260.

Viertes Kriegsjahr in Gallien (55).

Sechster Feldzug Cäsar's, gegen die Usipeter und Tenohterer.

Siebenter Feldzug, über den Rhein gegen die Germanen (erster).

Im Winter des Jahres 56 waren die Usipeter und Tenchterer, zweigermanische Stämme, durch die Sueven aus ihren Ländern auf dem rech-ten Ufer des unteren Rheins') verdrängt worden und hatten ihrerseitsdie angrenzenden Meuapier aus deren Gebiete zu beiden Seiten desNiederrheins**; verdrängt, wobei sie 430,000 Seelen stark von demrechten Ufer dieses Stromes auf das linke übergegangen waren; von hierdrangen sie nun bald mit Genehmigung der Gallier, welche sich durchsie gegen die Römer zu verstärken hofften, weiter in das Innere Galliensin der Richtung gegen die Mosa (h. Maas) vor.

Auf die erste Kunde hiervon eilte Cäsar zur Armee, und da er er-fuhr, dass die Usipeter und Tenchterer schon bis zum Lande der unterdem Schutz der Trevirer stehenden Eburonen und Condrusier (ProvinzLUttich) vorgedrungen seien, beschloss er sogleich gegen sie aufzubre-chen. Vorher aber versammelte er noch die vornehmsten Gallier, machteihnen indessen keine Vorwürfe über die Herbeirufung der Usipeter undTenchterer, ja that sogar, als ob er von ihren Intriguen gar Nichts wisse,sondern redete freundliche und ermunternde Worte zu ihnen und trugihnen schliesslich auf, Cavallerie für ihn auszuheben. Nachdem er sichdann mit Proviant versorgt und 5000 Mann auserlesener Reiterei mit sichgenommen hatte, rückte er aus dem Lande der Aulerker, Lexovier u.s.w.zur Mosa (aus der Normandie zur Maas). Bei seiner Annäherung schick-ten die Usipeter und Tenchterer ihm Gesandte entgegen, welche erklär-ten , dass sie, durch die Sueven aus ihrem Gebiete vertrieben, nur einanderes Land suchten, wo sie sich niederlassen wollten, und dass, wennsie angegriffen würden, sie sich zu vertheidigen wissen würden. Cäsarantwortete, dass, so lange sie in Gallien seien, er ihnen keine Hülfe ge-gen die Sueven leisten werde, dass er ihnen in Gallien kein Land gebenkönne, da dort alles bewohnt sei, er schlage ihnen aber vor sich im Ge-

*) Die Gegend der Stiidte Ziitphen und Berg, oder die niederländische ProvinzGeldern, und die preussische Rheinprovinz rechts des Eheins.**) In Geldern auf dem linken Rheinufer, und in Nordbrabant.