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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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20 HI. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

ganze Umgebung und alle Unterbefehlshaber. Dann stürmten die viervordem Legionen, ihre Wurfspiesse auf den Feind abwerfend, mit demSchwert in der Hand den Berg hinunter denHelvetiern entgegen. Es ent-spann sich ein hartnäckiges und erbittertes Handgemenge, in welchembeide Theile lange mit gleicher Tapferkeit fochten ohne einen Schrittzurückzuweichen. Endlich aber wurden die Helvetier in Unordnung ge-bracht und begannen, von Verlusten und Wunden erschöpft, sichkämpfend in eine Vertiefung und aus dieser auf einen andern, 1000Schritte vom ersten entfernten Berg zurückzuziehn. Cäsar folgte ihnengleichfalls kämpfend mit den vier vordem Legionen in derselbenSchlachtordnung, das Fuhrwerk und die zwei hintern Legionen auf demGipfel des Berges zurücklassend. In demselben Augenblicke, als dievier vorderen Legionen den Feind verfolgend den Berg hinabstiegen,brachen 15.000 Bojer und Tulinger unerwartet gegen ihre rechte Flankeund Kücken vor. Als sie dies sahen, machten auch die zurückgegange-nen Helvetier wieder Front und griffen die Römer von vorn an.

Die Lage Cäsar's war schwierig und gefahrvoll; aber sofort warf erseine dritte Linie den Bojern und Tulingern entgegen, die erste undzweite den übrigen Helvetiern, und auf dem Bergabhange entwickeltesich nun ein zweiter heftiger Kampf, der bis zum Abend dauerte. End-lich wurde ein Theil der Helvetier zum Rückzuge auf den Gipfel desBerges gezwungen, ein anderer Theil wandte sich zu den Wagen amFusse desselben, wo sich nun ein dritter furchtbarster Kampf entspann,der bis tief in die Nacht hinein fortgesetzt wurde und damit endete, dassdie Römer sich aller Wagen und des ganzen Lagers der Helvetier be-mächtigten. ) Aufs Haupt geschlagen zogen die Helvetier, welche einenUngeheuern Verlust erlitten hatten und höchstens noch 130,000 Köpfestark waren, sich in grösster Eile in einer der früheren entgegengesetz-ten Richtung zurück, nämlich nach Nordosten, und erreichten, ununter-brochen Tag und Nacht marschirend, in vier Tagen das Gebiet der Lin-gonen. **) Cäsar konnte sie nicht sogleich weiter verfolgen, weil, wie erselbst sagt, er drei Tage auf dem Schlachtfelde mit der Pflege der Ver-wundeten und Beerdigung der Todten seines Heeres aufgehalten wurde, ein Beweis, dass der Sieg ihm nicht leicht geworden und theuer zustehen gekommen war. ***) Aber gleich nach der Schlacht hatte er zu

*) Die Schlacht bei Bibracte fand in der ersten Hälfte des Mai nach Juliani-sphoin Kalender statt /Napoleon I ).

) Ein Theil von Burgund und der grösste Theil der Champagne; die Haupt-stadt der Lingonen war Andamatun am Flusse Matrona (heute Langres an der.Marne).

') Die Dispositionen Cäsar's beim Beginn und beim Ende der Schlacht warenvortrefflich; aber nach der ersten Zurückweisung der Helvetier machte er, nach