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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
Entstehung
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1 8 III. Vom Tode Aloxancler's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

schaffen. Alles, was er den Arar stromauf flössen Hess, erwies sieh alsunbrauchbar; das Korn auf den Feldern war noch nicht reif, selbstFutterkraut gab es nur wenig'); die Aeduer aber, welche Korn zuliefern versprochen hatten, verzögerten dessen Ablieferung trotz derunaufhörlichen Forderungen Cäsar's. Auf seine Erkundigungen nach derUrsache dieser Verzögerung erfuhr er endlich, dass nur die geheimenRänke und der Verrath des Dumnorix daran Schuld sei. Nachdem erhiervon die Ueberzeugung gewonnen, verfuhr Cäsar sehr weise und ge-schickt : er verlangte nicht zornig nach Rache, machte die Sache nichtbekannt und setzte kein Gericht ein um Dumnorix zu bestrafen, wodurcher nur die Unzufriedenheit der Aeduer erregt und sein Heer dem Hunger-tode preisgegeben haben würde, sondern er Hess Dumnorix zu sichkommen und überführte ihn in Gegenwart nur von dessen Bruder, Divi-tiacus, eines treuen und eifrigen Anhängers der Römer, seines Verrathes,den er ihm aber aus Achtung vor Divitiacus verzieh , indem er ihm fürdie Zukunft grössere Vorsicht anrieth; zu grösserer Sicherheit Hess erihn insgeheim überwachen.

Am selben Tage meldeten die Vortruppen dem Cäsar, dass die Hel-vetier am Fasse eines Berges, 8 Meilen (circa 10 Werst = 1 1 / 2 deutscheMeile) von der römischen Armee entfernt, ein Lager bezogen hätten.Cäsar Hess sofort die Lage und Beschaffenheit dieses Berges und die aufseinen Gipfel führenden umliegenden Wege erkunden. Nachdem erdarüber genügende Auskunft erhalten hatte, entsendete er den inzwi-schen zu ihm gestossenen Labienus um die dritte Nachtwache mit zweiLegionen mit dem Befehl, heimlich den Gipfel des Berges zu besetzenund die Helvetier zur selben Zeit im Rücken anzugreifen, wenn er selbstsie von vorn angreifen würde. Er selbst marschirte mit allen übrigenTruppen um die vierte Nachtwache**), die gesammte Cavallerie vor-aus, direct auf die Helvetier los auf demselben Wege, den sie vorhergenommen hatten. Die leichten Vortruppen {eclaireurs), welche vor derCavallerie voraus waren, befehligte Considius, ein geschickter und imKriegswesen wohl erfahrener Führer. Beim Tagesanbruch, als Cäsarbereits nicht mehr als 1 500 Schritt vom Lager der Helvetier entferntwar, kam Considius eilends mit der Nachricht zu ihm, dass der Gipfeldes Berges von Helvetiern besetzt sei, die er an ihren Waffenund Feldzeichen erkannt habe. Auf diese Meldung hin hielt Cäsares für klüger, sich auf die nächste Anhöhe zurück zu ziehen, auf der ernun seine Armee in Schlachtordnung aufstellte. Indessen war der Berg

'! Es war um die Mitte oder in der zweiten Hälfte des April, nach Juliani-schem Kalender. Das Klima Galliens im Alterrhum war sehr rauh.**) Von 3-6 Uhr Morgens.