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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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14 III. Vom Tode Alexander's (1. ftr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

würde, ohne sie zu verheeren, und 3) höchst wahrscheinlich auch des-halb, weil er die Uebersiedelung der Helvetier nicht zulassen wollte,welche einerseits zur Folge gehabt haben würde, dass die unruhigen undgefährlichen Germanen an ihrer Stelle nach Helvetien an die Grenzendes römischen Staates gezogen wären, und andrerseits die Zahl derFeinde Roms im transalpinischen Gallien vermehrt haben würde, wel-ches Cäsar unzweifelhaft schon zu dieser Zeit zu erobern beabsich-tigte. Um aber Zeit zu gewinnen und eine neue Truppenaushebungvornehmen zu können, gab er den Helvetiern auf, dass sie in 14 Tagen,am 13. April*) seine Antwort einholen sollten. Die Helvetier Hessensich dies gefallen, Cäsar aber Hess in diesen zwei Wochen mit bewun-dernswerther Thätigkeit und Raschheit durch die Soldaten der 10. Legionund die allmälig aus der römischen Provinz herzukommenden Truppeneinen Erdwall bauen von 16 römischen Fuss Höhe und 19,000 SchrittLänge (etwa 28 Werst 4 deutsche Meilen), der längs des linken Rho-danusufers vom Lacus Lemanus bis zum Juragebirge reichte. Vor die-sem Wall zog er einen breiten und tiefen Graben, und die Stellen, welchezum Uebergang der Gallier über den Rhodanus in Furten oder mittelstSchiffen besonders geeignet schienen, sicherte er durch kleine geschlos-sene Schanzen (Forts) ; längs des ganzen linken Rhoneufers stellte ereine Kette von Posten und Besatzungen auf.

Unbegreiflich erscheint es, dass die Helvetier nicht sofort nachihrem Eintreffen an der Rhone den Flussübergang gewaltsam zu erzwin-gen versuchten, ferner, dass sie die zwei Wochen Aufschub gewährten,und während dieser 14tägigen Frist unthätig blieben, Cäsar's Arbeitennicht hinderten oder nicht den andern Weg einschlugen. Als sie nun andem festgesetzten Tage zu Cäsar um Antwort schickten (obgleich dessenAntwort bereits in seinen Verschanzungslinien ihnen vor Augen stand),da erklärte er ihnen, dass die Gesetze und Gewohnheiten der Römer ihmnicht gestatteten zu erlauben, dass die Helvetier durch römisches Gebietzögen; wenn sie aber den Durchmarsch erzwingen wollten, so sei er festentschlossen und sehr wohl in der Lage, ihnen dies zu verwehren. Diedüpirten Helvetier versuchten, obschon zu spät, auf Kähnen, Flössenoder durch Furten über den Rhodanus zu setzen, allein alle ihre Ver-suche sowohl bei Tage als namentlich in der Nacht waren vergeblich,und überall durch Cäsar's Truppen abgewiesen, mussten sie sich endlichentschliessen, den anderen Weg durch das Land der Sequaner einzu-schlagen. Da es aber unmöglich war, auf diesem Wege gegen den Wil-len der Sequaner weiter zu kommen, so baten sie den Dumnorix,

) Nach Napoleons I. Ansicht am 23. Januar. nach Gruischärd's Berechnun-gen in den ersten Tagen des März.