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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
Entstehung
Seite
XVII
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Einleitung'. XVII

war der wirkliche, wichtigste und hauptsächlichste Zweck Cäsar's gewesen, der sei-nen politischen Absichten entsprach, das achte Kriegsjahr dagegen enthielt nur nochunbedeutende Kriegsthaten behufs Vollendung der Eroberung Galliens, und mit demAufbruch nach Italien beginnt dann schon die entscheidende Sprache desSchwertes unter Mithülfe politischer Hül fsmittel, aber ohne nothwendigeMithülfe der Feder. Dies mag auch zur Erklärung dienen für die geschickte Art,wie Cäsar seine politischen und kriegerischen Handlungen in Gallien als ganz ein-fache und nothwendige, mit ihren Ursachen und Zwecken, darstellt, in Wahrheitaber in seinen Angaben bezüglich der Helvetier, Gallier, Germanen und Britanniersehr ungenau ist, seine Handlungen zu rechtfertigen sucht, die gar keiner Rechtfer-tigung bedurften, über seine Felller schweigt, sie in günstigem oder wenigstens fürihn nicht ungünstigem Lichte darstellt, seine erfolgreichen Thaten und glücklichenUnternehmungen dagegen mit scheinbarer Bescheidenheit erwähnt u. s. w. Manmuss noch hinzufügen, dass, wie Napoleon I. richtig bemerkt, Cäsar nicht immerganz richtige Angaben über Zusammensetzung und Stärke seiner Truppen bei Be-schreibung ihrer Thaten macht, was namentlich auch von dem Terrain ihrer Opera-tionen und Schlachten gilt. »Cäsar sagt in Gallien niemals«, bemerkt Napoleon I.,«wie stark seine Armee war und wo sie sich schlug; die Schlachten haben keine Na-men; sein Nachfolger (d. h. Hirtius) ist eben so dunkel u. s. w. «, also war auchCäsar in dieser Beziehung dunkel und deshalb unklar. Mit einem Wortumnicht unnütz breit zu werden : so wie Cäsar selbst als politischer Acteur war, sosind auch seine Commentare vom gallischen Kriege, sein vollkommenstes Abbild mitallen seinen Vorzügen und Fehlern (wie aus der Darstellung seiner Kriege und Feld-züge und seiner Charakteristik erhellt). Was seinen Nachfolger Hirtius anbelangt,so nennt Napoleon I. denselben mit Kocht einen Unfähigen, seine Schilderungenäusserst ungeschickt, dunkel, nicht selten abgeschmackt, sodass dessenvier Bücher nicht allein mit denen Cäsar's nicht verglichen werden können, sondernsogar deren vollkoinmenes Gegentheil in Hinsicht der Kunst und der Darstellung sind.Trotzdem aber sind alle elf Bücher, besonders die sieben ersten der Commentare, inalter wie in neuer Zeit angesehn und berühmt als eine der besten Quellen für Ge-schichte der Kriegskunst überhaupt und der Kriegführung im Besondern, wie sie imAltertlium und speciell zu Cäsar's Zeit sich bei den Römern und andern Völkern ge-staltet hatte. Alle späteren grossen Feldherren haben sie studirt und sich daran ge-bildet, und zu einer Fülle von Commentaren, namentlich im 18. Jahrhundert, habensie Veranlassung gegeben. Der Text wurde herausgegeben : zum ersten Male mitdem der andern, alten Kriegsschriftsteller zusammen unter dem Titel: Yeteres de remilitari scriptorcs, 152432.'i5, 15530980, 1584, 1602-7-4470 u. s.w., undim 18. Jahrhundert 1712 (Clarke in London), 1737 (Oudendorp in Leyden),1780 (Mortis in Leipzig), 1782 (in Zweibrücken), 1805 (Oberlin in Leipzig,, 1812(Wetzel in Warschau) u. s. w. Die erste Uebersetzung war französisch, im15. Jahrhundert (Jean du Chene), auf Befehl Karl's des Kühnen, Herzogs von Bur-gund, erschien aber erst 1774. Dann folgten viele andere: 1539 französisch (DeLaigne), 15S9 französisch Blaise de Vigenere, 1019 italienisch Palladio,1758 und 1774 französisch Guischard (mit Commentaren, besonders beachtens-wert]!), 1792 französisch VaiuTrecourt, augmente par Davon (auch werthvoll ,1S0I deutsch Haus, 1812 englisch Tower, 1815 deutsch Wagner, 1S17 deutschStrack u. s. w., auch russisch Klewanow 1857 u. s. w.

17) Cicero (10613 v. Chr.); seine Reden und Schriften bilden einereiche Quelle für die Geschichte Roms und u. A. auch für das Leben und die ThatenCäsar's. Der berühmte Wieland gab in den Jahren 180811 in sechs Büchern

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