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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
Entstehung
Seite
XVI
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X Vj Einleitung.

40; Lossau: Ideale der Kriegführung etc., I. Bd. 1. Abth. Hannibal, Berlin1836 (s. oben) enthält viel Gutes: eine Uebersicht der Kriegsoperationen Hannibal'sund Charakteristik derselben.

41) Vincke (Freiherr von): Der zweite punische Krieg und der Kriegsplan derKarthager, Berlin 1841.

42) Eauehenstein (Prof.): Der Zug Hannibal's über die Alpen. EineBeeht-l'ertigung der Darstellung des Titus Livius. Aarau 1850.

43) Dr. Micke: Geschichte des zweiten punischen Krieges, nebst einer histo-rischen Einleitung, Breslau 1851.

44) Eeichard: Geographische Nachweisungen der Kriegsvorfälle Cäsar's undseiner Truppen in Gallien, nebst Hannibal's Zug über die Alpen ; 1852.

45) Dr. Susemihl: Kritische Skizzen zur Vorgeschichte des zweiten punischenKrieges, Greifswald 1853.

III. Julius Cäsar.

Alte Quellen.

10) Cajus Julius Cäsar's Commentare über den gallischen Krieg (CaiiJulüCaesäris Ccmmentarii de hello Gallico) in sieben Büchern, welche bis zur Schlacht beiAlesia und Gefangennehmung des Vercingetorix geführt sind; das achte und letzteBuch über den gallischen Krieg, und drei Bücher über die Bürgerkriege in Italien,Hispanien, Griechenland, Aegypten, Pontus und Afrika sind durch den Legaten undVertrauten Cäsar's, Hirtius, nach Cäsar's eignen Aufzeichnungen und Briefen zu-sammengestellt. Die sieben ersten, von Cäsar selbst geschriebenen Bücher habenunbestreitbare grosse Verdienste, sie sind in einfacher edler Sprache mit grosserKlarheit und Kunst geschrieben, mit den unläugbaren Beweisen von Cäsar's hoherBegabung und seiner Kunst in Politik, Strategie, Taktik, Kriegsverwaltung, kurzin allen Zweigen der Kriegskunst, erfüllt, sie bilden ein Muster für Geschichts-schreibung überhaupt, für Kriegsgeschichte und Theorie der Kriegskunst des Alter-thums, zu Cäsar's Zeit, insbesondere. Aber sie sind nicht frei von Mängeln, wasdarin seinen Grund hat, dass sie zu einem, gewissen politischen Zwecke geschriebenwurden, nämlich um das politische Ansehn und den Einfiuss der Partei Cäsar's zulieben, bevor der letzte entscheidende Schritt zur Ausführung seiner politischenPläne von ihm gethan wurde, welcher auf Erlangung der obersten Gewalt in derrömischen Republik hinauslief. In dieser Beziehung standen sie im engsten Zusam-menhange mit allen politischen und kriegerischen Handlungen Cäsar's zur Zeit desgallischen Krieges und waren eigentlich weiter Nichts, als eine geschickte Vorberei-tung oder, sozusagen, Einleitung zu den folgenden Akten des politi-schen Dramas, das von Cäsar auf der Bühne des römischen, die damalsbekannte Welt in Europa, Asien und Afrika umfassenden, Beiches gespieltwurde. In der That, warum beschrieb Cäsar selbst nur die erstensieben Jahre seines gallischen Krieges, und nicht das letzte achte, nochseine folgenden Feldzüge in dem bürgerlichen, dem alexandrinischen, afrikanischenund hispanischen Kriege ? Wenn er zu dem Ersteren genug Zeit hatte, während ersogar noch in Gallien zu Felde lag, warum fehlte sie ihm während der folgendenKriege? Seine älteren und neueren Lobredner betonen seine ganz ungewöhnlicheGabe, zur selben Zeit zu reden, zu schreiben, zu dictiren und zuzuhören. Aber inden ersten sieben Kriegsjahren war Gallien schon vollkommen unterworfen, und dies