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Nr. 259.
1343 Erzbischof Walram fällt einen Schiedspruch in der Streitsache zwischendem Canonich Conrad von Schieiden und der Stadt Köln.Godesberg, 1343, 31. Mai,
Wir Walrave van godes genaden der heliger kirclien zu Colne ertz-buschof ind des heligen Romsehen rychs in Italien ertzecanceller dunkunt allen luden, dye desen brief sulen sien of hören leseu. Want deredel man Conrad van der Sleyden canonich der kirchen zu santte Gereonzu Colne up eyn syt ind die wise lüde dye scheffen, der rayt ind dyegemeynde unser burger zu Colne up ander syt an uns gegangen siutind uns geloul't haut zu sprechen tuschen in eyn gantze siine ummealle dye sachen, dye sich erloufen hatten tuschen in Tip beyder syt alsvan Gerardz ind Johansz wegen van den Hünen unsen bürgeren zuColne ind als van der gevangen wegen unser burger van Colne, dyedy vurgenantte Conrad van der Sleyden gevangen hadde, so sprechenwir tuschen denselven partien vur eyn gantze stede siine: want dyselveConrad van der Sleyden vertzigen het luterlich ind gentzlich up dyvurgenanten gevangen ind up alle dye gelovede, dye sy im of yemanvan sinen wegen gedayn hatten dat he dit vertzichnisse stede ind gantzhalden sal. Ouch want dye scheffen, der rayt ind dye gemeynde unserbürgere zu Colne vurgenant vertzigen hant luterlich ind gentzlich upden vurgenanten Conrad van der Sleyden ind up alle dye sinen als ummedye gevangen, dy he gevangen hatte, ind wye he an si gegriffen hatte,so sulen sy dat vertzichnisse gantz ind stede halden. Were ever sache,dat dye vurgenumde Conrad van der Sleyden hernamayls ansprechenwolde dy vurgenumde Gerard ind Johan van den Hünen umme dyebrnche, der he in scholt geyt, dat sal he dun vur dem rade van Colne.Ind is dat sache, dat sy im der bruche gient *), so sulen si im darumbedun, wat uns dunket, dat recht ind bescheiden sy. Leiinent sy everder bruche, so sal he van in darumbe nemen der stede recht van Colne.Ind overmitz dese unse sage sulen dye vurgenumde partien ind alle irhelpere gar ind gentzlich gesünet syn van allen den vurgeschrevenensachen, ind wat danaf komen is. Vort so behalden wir uns machtbecleirnusse deser unser sagen, of hernamayls einch tzwivel darin vileind upstunde tuschen den vurgenanten partien, dat wir den tzwivel be-cleren ind setzen mögen, als uns bescheiden dunkt. In Urkunde deserunser sagen han wir desen brief mit unsiu ingesegel besegelt.
') Gien, gihen = sagen, bekennen; davon giht, bigilit = Beichte, urgiht,vergiht = Bekenntniss.