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Die nächste Aenderung am Schlosse ist sodann unter deinNachfolger Gerhards, Herzog Wilhelm, die Anlegung einesErkerthurms ander siidlichen Ecke des Schlosses da, wo dieBedientenwohnungen rheinaufwärts an dasselbe anschliessen.Dieser Tliurm bildet gegenwärtig die Verbindung zwischendem Schlosse und dem Galleriegebäude. Im Erdgeschosseist dieser Thurni so massiv, dass kein benutzbarer Raumhier übrig geblieben, sondern das Ganze mit schwerenMauern, eisernen Ankern und Stangen durchzogen ist. Einunterhalb dieses Thurmes befindliches früheres Fenster, dasvom Werfte aus noch sichtbar ist, musstc zu dcui Ende zu-gemauert werden. Die Hauptetage dieses Thurmes, jetztGang, ist mit einem zierlichen Gewölbe bedeckt. Da, wo dieGewölbe-Gurtbogen zweier Sterngewölbe im Mittelpunkte zu-sammentreffen, werden die beiden Schlusssleine der Sternge-'wölbe von dem jülichbergravensbergischen Wappen des Her-zogs Wilhelm und dem brandenburgischen Wappen seinerGemahlin Sibilla von Brandenburg gebildet. Dieser Thurmgehört also in die Zeit zwischen 1481 und 1511. In erstcrmJahre heirathele Wilhelm seine zweite Gemahlin Sibilla, imletztern Jahre starb er.
1490 im August war in Düsseldorf die Pest ausgebrochen,wahrscheinlich durch Schiffer und Kaufleute aus den Nieder-landen eingeschleppt, so dass der Rheinzoll eine Zeitlangvon Düsseldorf nach Monheim verlegt wurde und der Herzogsich auf seine jülichschen Schlösser begab.
1491 am 3. August wurde aber wieder auf dem Schlossezu Düsseldorf Maria die Erbtochler der Länder geboren unddaselbst am 23. August getauft.
Aus dieser Zeit ist auch noch ein Brief des Herzogs ü bei-den Schlossbau erhalten, worin er den Stiftskanonich Hein-rich von Frimersheiui zu Düsseldorf mit Beaufsichtigung derBauten und Reparaturen beauftragt, folgenden Inhalts:Wilhelm Hertzouch zo Guyige etc.
Eirber, lieve andechtige. So as ir unss zo verstain ge-geven haven van dem muyrmeister van Guyige, der unsewerek zo Duysseldorp an unsser Rurcli machen sculde undir besorgen, dat der na unsser meynonge und gestalt deswereks sich deser nyet en sulle wissen uysszorichten, dairombüch bedücht, guet ind ran noiden eynen besseren meysterdarby zu nemen, sulchen werck na unser meynonge zovolbrengen; Hain wir uyre meynonge davan verstanden.So ir dan by dem meyster und wereke degelich und üchbedünckt van noiden und guyt syn na gestalt des wereks,