23
Stadttheil je eins, nachweisen lassen. Diese drei vereinigtenStädte wurden sodann unter demselben Herzoge Wilhelmmit gemeinsamen Gräben, Wällen und Stadtmauern umgeben,und mit dem Ratinger-, Flinger-, Berger-, Rhein- und Zoll-thor versehen, während das Liebfrauenthor zwischen Altstadtund Ratingerstrasse, sowie das Thor, welches aus der Alte-stadt zum Rheine fährte und später unter dem Namen„Thor an der Lindentrappe" vorkommt, von den Thorender ältesten Stadt noch bestehen blieben.
In Folge des unglücklichen Ausgangs der Schlacht imCleverhain, am 7. Juli 1397, trat eine vollständige Stockungin den Unternehmungen Herzog Wilhelms ein, zunächstverlor das Stift wieder viel von seinen Gütern und seinemGlänze und kam insbesondere auch die neue Kirche an derBolkerstrasse nicht zur Ausführung.
Der Platz, worauf letzere stand, ward um 1420 vonHerzog Adolph seinem Büchsenmeister Johann von Laergeschenkt, zur Anlage einer Hofstatt und in der Urkundedarüber von diesem Platze gesagt: da uppe dat ein Buwvan muiren und anderen getzymbere einre kirchen angehavenund begriffen was."
fferzpg Wilhelm war mit fast seinen sämmtlichen Bundes-genossen und der Ritterschaft in der Schlacht von Cleverhamvon seinem Gegner, Graf Adolph von Cleve zu Gefangenengemacht worden und musste sich und seine Verbündetenaus der Gefangenschaft mit ungeheuren Summen loskaufen,um letztere zu erhalten, aber Alles verpfänden oder verkaufen.
Seine Söhne, die Jungherzoge Gerhard, Adolph und Wil-helm hatten sich auf die Kunde von des Vaters Gefangen-schaft sofort in den Besitz des Schlosses und der StadtDüsseldorf gesetzt und alle auf dem Düsseldorfer Schlossebefindlichen Wertpapiere und Werthsachen an sich ge-nommen.
Am 24. October 1397 wurde daher eine Vermittelnngzwischen dem Vater und den Söhnen zu Stande gebracht,worin es in Bezug auf Düsseldorf, wie folgt, heissf:
Wir Wilhelm etc. und wir Geirhart, Adolff und Wilhelmgebroedere van dem Berge etc. doin kunt, dat wir undereynander gescheiden syn onsse levedage van zwist undzweyonegen, die eyne zyt her tüsschen ons geweist is undvort van alle deme, dat sich zu Düssildorp off anders wacergangen hait in deser wys etc.
Und herumb sullen ons onsse soene onsse sloss ind statDüssildorp zur stunt wederoinb geven ind leveren mit alle