( 19 )i4) PALUDES POMPTINTE.
(Le Paludi Pomptine.)Diese Ansicht ist vom südlichen Abhang des grosen Albaner-gebirgs, in der Nahe der alten Stadt Velitrse (jetzt Veletrij ge-nommen und stellt die durch ihre mephitischen, Fieber erzeu-genden , Ausdünstungen seit Jahrtausenden schon übel berüch-tigten Pomptinischen Sümpfe vor. Diese Sümpfe liegen be-kanntlich an der Hauptstrasse von Rom nach Neapel; sie
beginnen bei Cisterna , von dem man hier ein grosses Gehäu-ft ' Ö
de, rechts in der Tiefe, bemerkt, wo die fünfte Poststationvon Rom , 32 römische Miglien oder 12 deutsche Wegstun-den von dieser Stadt entfernt, anhebt, und endigen bei deralten Stadt Terracina, die am Fuss des letzten Bergs in derFerne ruht und dem Monte Circello gegenüber liegt. In die-ser Ausdehnung beträgt die Länge der Sümpfe ebenfalls 32römische Miglien auf einer ganz ebenen, völlig geraden undwohl unterhaltenen Strasse, die, wenige Punkte ausgenom-men, noch ganz die Richtung der alten Via Appia beibehal-ten hat. Die Beige links stellen einige Ilaupttheile der altenVolskergcbirge dar, an und auf denen die alten, genugsambekannten Städte Ulubra, Cora, Signia, Norba, Ecetra, Ver-rugo , Sulmo, Setia, Privernum und An.iur nebst Terracinasich erhoben. Der Name Palus Pomptina, von den Alten auchbisweilen Agcr Pomplinus genannt, soll von der uralten Haupt-stadt derVolsker Suessa Pomelia stammen, die in der Ebene,zwischen Terracina und Setia lag und schon von Tarquin demStolzen erobert und verheert worden war. Die Breite derSümpfe von den Gebirgen, links, bis zum Meere hin, rechts,