Vorwort vii
gängern frei gelassenen räum ängstlich ausnutzten, analoge glossen in menge ein-getragen, hält man text- und marginalgll. streng aus einander und berücksichtigtdie verschiedene dinte sowie den divergierenden ductus der randschriflen, so bereitetdie sonderung der bestandteile kerne wesentliche Schwierigkeit, stellt man sichindes vor, die bll. 46 b —48 a wären copiert und dabei der Inhalt der marginalienin den text übernommen worden, so hätte ein aggregat sich gebildet, dessen dementenur in dem ausnahmefall von einander au scheiden wären, dass die mehr zahlzugleich in einzelfassungen vorläge.
Aber die, den principien meiner Sammlung gemäfse herausschälung der ein-zelglossare liefs sich ohne schaden dort nicht bewerkstelligen, wo die Vereinigungmehrerer nicht sache des blinden ungefähre und der Schreiberwillkür war, sondernwo sie auf die bewuste tätigkeit eines bestimmten Individuums zurückgieng: nichtalso beim Summarium IJeinrici, bei den Ilildegardgll., bei den gll. zu HerradsHortus. auch für den Vocabularius SOalli und die Gasseier gll. mit ihrem ein-heitlichen sprachcharacter empfahl sich eine trennung wenig, die genannten denk-mäler brachte ich daher ungeteilt zum abdruck und gab ihnen die bezeichnungGruppenglossare, aufser einigen anderen stücken gesellte ich ihnen die gll. zuden hexametrischen Verzeichnissen der tier-, bäum- und kräuternamen bei: eigent-lich hätten diese in den zweiten band gehört, fanden aber dorthinein nicht auf-nähme, weil das bis 1882 angesammelte material noch sehr der erweiterung be-dürftig erschien, innerhalb der Gruppenglossare ist die folge eine chronologische:sdarum empfiengen die eben erwähnten gll. ihren platz vor dem Summarium, dassie benutzt hat. ich bestreite nicht, dass die gränzen der drei abteilungen dehn-barer natur sind und dass hin und wider zwei fei darüber bestehen kann, ob eintext zweckmäfsiger unter den Gruppenglossaren oder aufgelöst unter den Einzel-glossaren einzureihen war. die individualität oder, richtiger gesagt, die Stupiditätdes reduetors der Wiener hs. 804 und der mit ihr auf der gleichen fehlerliaftenvorläge beruhenden Würzburger Mp. th. 4° CO ivürde bei aufnähme beider mss.in die Gruppenglossare deutlicJier in die äugen gefallen sein; ich zog einordnungvn die Einzelglossare deshalb vor, weil ihre meisten abschnitte sich als Überarbei-tungen anderweitig nachweisbarer glossaturen darstellen, andererseits schöpftenzwar die mit einander verivandten nrn dccccxxxix — dccccxlii grofsen teils auseinzelglossaren, die uns tatsächlich vorliegen: aber der inhall dieser einzelglossarcist so vielfach vertauscht und selbständig verarbeitet, dass jede auflösung der nrnsich verbot, galt es doch überall, den individuellen character der einzelnen glossen-formen tunlichst zu wahren.
Trotzdem ich die Altdeutschen gespräche ausschloss, welche gleich den inter-linear Versionen besser in einer Sammlung der kleineren ahd. Sprachdenkmäler ihreUnterkunft finden, ist der dritte band sehr umfangreich ausgefallen, weil, wennnicht jede Übersichtlichkeit entschwinden sollte, die vielen recensionen des elftenbuches des Summarium gesondert vorgeführt werden mustert, ich war daher ge-nötigt, mit dem räum haushälterisch umzugehen, beim Summarium wurde deshalb