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3 (1895) Sachlich geordnete Glossare
Entstehung
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VORWORT.

Dreizehn jähre sind verstrichen, seit der zweite band dieser Sammlung zurausgäbe gelangte, zwar bin ich alsbald an die bearbeitung des dritten gegangenund habe bis ostern 1884 alle meine freie zeit ihr gewidmet; immer deutlichererkannte ich aber, dass mit den verfügbaren hilfsmitteln eine befriedigende Sichtungdes weitschichtigen stoffes sich nicht erzielen liefs. denn an festen anhaltspunclenzur bestimmung der ursprünglichen folge und des wahren sinnes der einzelnengll., wie sie für die beiden ersten bände in der textgestalt der zu gründe liegendenautoren gegeben gewesen waren, gebrach es nunmehr völlig ; des öfteren übertrafendie lateinischen stichworte ihre deutschen aequivalente noch an dunkelheit undVerderbnis, darum erschien es angezeigt, das in Vorbereitung begriffene Corpus glos-sariorum latinorum abzuwarten: auf seiner basis würde, so hoffte ich, die lösungmancher Schwierigkeit gelingen, mittler weile beschäftigten mich neben der her-stellung neuer collegien eingehende Studien über mhd. reimtechnik. sie waren nochzu keinem abschluss gedielten, als ich aufgefordert wurde, die dritte aufläge vonMüllenhoffs und Scherers Denkmälern zu besorgen, auch diese arbeit, derich aus pietäisgründen mich nicht entziehen zu dürfen glaubte, muste wie über-haupt alle wissenschaftliche tätigkeit während des Jahres ruhen, in welchem ichdas prorectorat unserer hochschule zu führen hatte, erst vom Spätherbst 1890 anund nachdem es mir endlich geglückt war, das drückende joch der redaction derZeitschrift f. d. altertum abzuschütteln, vermochte ich meine volle kraft in dendienst der Denkmäler zu stellen.

Inzwischen icaren mehrere bände des Corpus glossariorum latinorum ver-öffentlicht worden, ihre durchsieht enttäuschte müh in hohem grade, wenigerdeshalb, weil der blick der herausgeber einseitig nach rückwärts, auf das klassischealtertum, nicht auch nach vorwärts, auf das mitlelalter, sich richtet, sondernnamentlich darum, weil das material ganz roh, ohne jede Verarbeitung, ohne allebesserungsversuche, verweise und erläuterungen geboten und irgendwelche Vollständig-keit der handschriftlichen grundlagen nicht einmal angestrebt wird: nur zumkleinsten teile werden diesen übelständen die geplanten register abhelfen können,immerhin aber ermöglichten auf der einen seite die im dritten Corp)usba,nd ab-gedruckten botanisch-medizinischen vocabulare eine beliandlung der deutschen