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Waidmanns-Küche oder Zubereitung der verschiedensten Wildarten : nach eigener langjähriger erfahrung gesammelt und erprobt und allen braven Waidmännern und ihren lieben Hausfrauen gewidmet
Entstehung
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Pariren, — Theile, die dem guten Aussehen der Speisen schaden,wegnehmen.

Passiren, — Hat zweifache Bedeutung: durch ein Sieb streichenoder in Butter etwas schnell abrüsten.

Plafond, — Runde Schüssel von Blech, anderthalb Zoll tief,mit ausgebogenem Rand, ohne Stiel.

Rapiren, Speck rapiren, — Denselben mit scharfem Messerfein schaben.

Santiren, Schwingen, — Coteletten oder dergleichen in einerPfanne mit Butter rasch abbraten, während man die Pfanneimmer leicht bewegt.

Santirpfanne, Schwungkafserole ä sanier), —

Ganz ebene, mit grade aufstehendem, anderthalb Zoll hohemRande und langem Stiel versehene Pfanne, ungefähr wieunsere Kuchen-Pfannen, die man ebenso brauchen kann.

Schleifstein-Form, — Runde, Schleifstein ähnliche Form, vierZoll hoch, vier und einen halben Zoll breit, in der Mitteein Rohr von anderthalb Zoll.

Schmalz, Schmelzbutter, — ausgekochte Butter (f. Ver-schiedenes).

Schmalz in vollem Schmalz backen, — Das zu Backendemuß in dem sehr heißen Schmalz schwimmen. -

Sultan ini, — Kleine Rosinen ohne Kerne.

Sulzring, s. Aspicreif.

Mach und Gewicht in diesem Werke.

Das in demselben beibehaltene alte deutsche Maaß und Gewichtverhält sich zu dem neuen französischen, wie folgt:

Pfund, — Ein halbes Kilo.

Loth, — Fünfzehn Gramm.

Maaß oder Quart, — Ein Liter.

Schoppen, — Ein viertel Liter.

Ferner ist Glas, ein gewöhnliches Weinglas, deren sechs aufdie gewöhnliche Weinflasche gehen.

Tasse, — Wie ein Glas.

Schöpflöffel, — Wie zwei Glas.

Stück Butter, — Vier Loth.

Gutes Stück Butter, — Sechs Loth.

Stückchen Butter, — Zwei Loth.

Prise, — Soviel mau mit drei Fingern fassen kann.