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Waidmanns-Küche oder Zubereitung der verschiedensten Wildarten : nach eigener langjähriger erfahrung gesammelt und erprobt und allen braven Waidmännern und ihren lieben Hausfrauen gewidmet
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Wasser, gießt den Saft dazu, kocht ihn zu dünnem Syrup, fülltihn, wenn er kalt geworden ist, in Flaschen und bewahrt ihn an.einem trockenen kühlen Orte.

8. Kirschen-Wein: Es werden halb schwarze und halb Wein-kirschen, nachdem man die Stiele abgenommen, zerstoßen, in einemirdenen oder steinernen Gefäß in den Keller gestellt und danndurch ein Tuch gepreßt. Hierauf läßt man sie bis den andernTag stehen, gießt das Helle davon ab, nimmt zu einem QuartSaft drei Viertelpfund gestoßenen Zucker, ein Viertelloth gebrök-kelten Zimmet und ein Achtelloth zerschnittene Gewürznelken, kochtes zehn bis fünfzehn Minute», schäumt es rein ab, läßt es ab-kühlen, füllt es in Flaschen und gibt es, mit weißem Wein ver-mischt, als ein sehr angenehmes Getränk.

Dieser Kirschenwein hat unserm hochseligen König FriedrichWilhelm IV. so gut geschmeckt, als er eiumal bei uns ein Früh-stück uud aus meiner Hand ein Glas dieses Weines zu nehmengeruhte, und es ist dies Glas zum ewigen Andenken in einemschön geschnitzten Kästchen, mit dem Bilde des Königs, aufgestellt^welches die National-Hymne spielt und die Inschrift trägt:

Dies Glas, es ist mein höchstes Gut,

Mein König trank daraus.

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1. Scharlach -Znnge: Eine schöne Ochsenzunge wird mit vierLoth gestoßenen Salpeter wohl eingerieben und mit Thymian,Lorberblatt, Basilikum und Pfefferkörnern in ein Gefäß gelegt^dann thut man zwei starke Hand voll Salz in kochendes Wasser^und wenn das Salz geschmolzen und das Wasser erkaltet ist, sogießt man es über die Zunge und läßt diese fünf bis sechs Tagedarin liegen, nicht länger. Hierauf legt man sie ein paar Stun-den in Wasser, blanchirt sie dann und bringt sie nun mit demvierten Theil ihres Pökels, zwei Quart Wasser, zwei gelben Rüben,zwei Zwiebeln, Lorberblatt, Thymian, Basilikum, drei Gewürz-nelken, Pfefferkörnern nnd Salz zu Feuer, kocht sie zwei Stundenganz langsam, so daß sie mehr zieht als kocht und läßt sie in derBrühe erkalten, legt sie auch, wenn sie nicht auf einmal verbrauchtwird, immer wieder in die Brühe, wodurch sie bis zum letztenStückchen saftig bleibt und sich lange hält, besonders wenn mandie Brühe später noch einmal auskocht, die Zunge dann aber nichteher wieder hineinlegen darf, bis die Brühe vollständig erkaltet ist.