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4. Ausgcgohrener Johamnsbecr-Saft: Die Beeren werdenDon den Stielen gemacht, zerdrückt, in Krüge oder Flaschen ge--füllt und an die Sonne gestellt, bis der Saft ausgegohren ist.Die Gefäße müssen dabei immer voll gehalten werden, und so gehendie Kerne und alles Unreine heraus, und wenn nach ein paarTagen nichts mehr übergeht, welches man am besten um dieMittagszeit beobachten kann, so legt man ein feines leinenes Tuchin einen Trichter und gießt den Saft da hindurch in andereFlaschen, aber vorsichtig und langsam, damit das Unreine vondem Boden nicht darunter komme, pfropft die Flaschen oder Krügegut zu und verwahrt sie im Keller. Dieser Saft hält sich Jahrelang und es thut nichts, wenn sich oben auf auch sogenannter Kahmsetzt: beim Gebrauch stößt man dann nur mit einem Federkielein Loch hinein, ohne ihn weiter wegzunehmen.
Es ist dieser Saft eine sehr gute Sache im Haushalt; denn-man kann ihn gerade benutzen, als ob man den Saft von frischenJohannisbeeren hätte, zu Gel^e, zu Sauce, zu Creme, und mitWasser und Zucker vermischt, gibt er ein sehr angenehmes undbei Fiebern heilsames, kühlendes Getränk.
5. Berberitzen-Saft: Er kann bereitet werden wie der Jo-Hannisbeer-Saft Nr. 4, doch muß man nicht zu sehr auf dieBeeren drücken, damit die Kerne nicht zerdrückt werden, weil sieetwas Bitteres haben.
Oder man kocht die Beeren, nachdem man sie mit einem höl-zernen Löffel zerdrückt hat, auf, gibt sie durch ein Tuch, fügtgleich viel Zucker als Saft hinzu und kocht es so lange, bis derSaft klar ist.
Dieser schöne rothe Saft, der daher viel zum Färben desGel6e's und dergleichen gebraucht wird, ersetzt auch die Citronen-säure und ist besonders gut. um ihn zu Punsch, anstatt Citronen-saft zu nehmen, den viele nicht vertragen können.
6. Preißelbeer-Saft: Recht reife und sorgsam ausgelesenePreißelbeeren werden weich gekocht, durch ein Tuch geseiht und,wenn erkaltet, vorsichtig abgegossen, zu drei Quart Saft ein PfundZucker genommen, zu Feuer gebracht, gut abgeschäumt und zehnMinuten gekocht.
7. Heidelbeer-Saft: Vollkommen reife Heidelbeeren, die nichtin einem Tannenwalde gewachsen sind, reinigt man von Blätternund Stielen, zerdrückt sie mit einem hölzernen Löffel, läßt siedrei Tage im Keller stehen, preßt sie aus und stellt den Saftüber Nacht hin, damit er hell wird, läutert dann zu einem halben
lQuart Saft drei Viertelpfund Zucker mit einem Viertelquart