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Von Pfeffermünze und namentlich von KrausemünzeMentkg, crispÄ), von Citronenschalen, von rothen Nelken,Rosen und Veilchen wird der Essig ebenso gemacht und dervon den Blumen ist seiner schönen Farbe wegen zugleich eineZierde der Tafel. Die Blumen werden entblättert und von denBlumeublättcheu unten das weißliche abgeschnitten und sie müssenzwischen zwei Papierbogen getrocknet werden, damit das Aromanicht verfliegt. Zu dem Citronen-Essig nimmt man nur dieiu Streifen fein abgeschnittene feine Schale, die man in dieserWeise gnt vernutzen kann, wenn gerade viel Citronensaft ver-braucht worden ist.
4. Mecrrettig-Essig: Der Meerrettig wird ganz fein gerieben,sechs Loth davon nebst zwei Loth fein geschnittenen Chalotten undeiner Drachme Cayennepseffer, mit einem Quart Essig Übergossen,eine Woche an die Sonne gestellt und hierauf durchgeseiht.
5. Paprika-Essig: Ein bis zwei Dutzeud (je nachdem manden Essig stark wünscht) grüne Schoten von spanischem Pfeffer,werden zerschnitten, mit einem Quart Weinessig Übergossen undwie der Meerrettig-Essig behandelt.
6. Gewürz-Essig: Man nehme sechzehn Loth Salz, vierMuskatnüsse, vier Loth Pfeffer, vieruudzwanzig Loth Gewürznelken,zwölf Loth Ingwer, zwei Loth gestoßenen Senf, den vierten Theileiner Pomeranzenschale, acht Lorberblätter und etwas Thymian,stößt alles gröblich, thut alles mit einem Dutzend abgeschälten undklein geschnittenen Chalotten in eine Flasche, gießt fünf Flaschenstarken Weinessig darüber, bindet es mit Papier zu, stellt esvierzehn Tage auf einen warmen Ofen und seiht es durch.
7. Kräuter-Essig: Ein halbes Pfund Hollunderblumen uudebensoviel Pimpinelle, zehn Loth Lavendelblumen, zehn Loth Knob-lauch, zwölf Loth Chalotten, acht Loth Esdragon, zwölf LothCapern, acht Loth Salz, acht Loth Pfefferkörner, ein Loth spanischerPfeffer, zwei Muskatnüsse, grob zerstoßen, vierundzwanzig Gewürz-nelken werden mit zehn Flaschen feinem Weinessig vermischt unddrei Wochen an die Sonne gestellt.
8. Rheinischer Kräuter-Essig : Man zerschneidet zwölf Lothfrische Esdragonblätter, zwölf Loth frischen Waldmeister, vier LothBorage, zwei Loth frische Krausemünze, übergießt dies mit vierFlaschen gutem, reinem Essig, läßt es an einem warmen Orteunter öfterm Umschütteln stehen, gießt es durch eiu Tuch, drücktden Rückstand mit den Händen aus, fügt es zu dem Durchgegossenenund filtrirt es zusammen.