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Waidmanns-Küche oder Zubereitung der verschiedensten Wildarten : nach eigener langjähriger erfahrung gesammelt und erprobt und allen braven Waidmännern und ihren lieben Hausfrauen gewidmet
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7. Feine Salat-Kräutchcn (^oui-niwi-s): Diese werdenfein gehackt oder geschnitten, roh und meistens zum Anmachen desSalates angewendet nnd bestehen aus Kresse, Pimpinelle, Es-dragon, Petersilie, Schnittlauch, Chalotten und jungen Zwiebelchen.

8. Wurzclwerk: Gelbe Riibe, Sellerie, Petersilienwurzel,Pastinak uud Zwiebel.

9. Gcwürzpni'ver: Man nimmt zwei Loth Ingwer, zweiLoth geriebene Muskatnuß, ein Loth Pfeffer, ein Loth fein ab-geriebene Citronenschale, ein Loth gut getrocknetes Salz, eineDrachme Modegewürz und zwei Drachmen spanischen Pfeffer,stößt dies alles lange und sorgfältig durcheinander, siebt es sehrsein durch und verwahrt es in Fläschchen.

10. Karakollen-Plllver: Im Winter, wenn die Karakollen(die großen Häuschen-Schnecken) ihre Häuschen geschlossen haben,nimmt man eine Anzahl davon nnd legt sie in warmes Wasser,wodnrch sie sich öffnen: man zieht sie dann mit einer Gabel ausdeu Häuschen, legt sie in Salzwasser und wascht sie mit einemfeinen Besen recht ab, welches man mit immer frischem Wasserund Salz so lange fortsetzt, bis die Schnecken keinen Schleimmehr geben, legt sie nun auf eine irdene Schüssel, schiebt sie ineinen Backofen, nachdem das Brod herausgenommen ist, läßt sietrocknen, stößt sie gröblich und bewahrt sie in Flaschen, wo siesich jahrelang halten. Dies Pulver ist sehr gut zu allen braunenRagouts, Saucen, Snppen, auch an Erbsen und Linsen, wennman zwei bis drei Eßlöffel davon daran thut und kommt ausder Küche des, wie ich glanbe, letzten Abtes von Heisterb ach,Andreas Kruchen, mit dem mein Großvater sehr befreundet war,und das Recept besagt: es seiein bewährtes Stück, um einenvornehmen Geschmack zu geben".

11. Kräuterpullier: Man nimmt eine starke Hand voll Ba-silikum, halb soviel Citroneukraut, noch etwas weniger Thymianund eine Hand voll Petersilie, wascht alles zusammen aus frischemWasser, läßt sie abtrocknen, pflückt sie von den Stielen, legt sieans weißes Papier an einen schattigen Ort, bis sie ganz dürrsind, zerreibt sie dann zu Pulver, gibt sie durch ein Sieb unddanach in Fläschchen. Es ist sehr brauchbar im Winter, wennman keine frische Kräuter hat, gibt den Speisen einen sehr feinenGeschmack und macht alles übrige Gewürz entbehrlich. Nach Be-lieben kann man es aber mit etwas weißem Pfeffer, Mnskat-blüthe uud Gewürznelken vermischen.

12. Petersilien-Sanle: Petersilie jedoch kann man sich imWinter leicht frisch verschaffen, durch die von der Handelsgärtnerei