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Waidmanns-Küche oder Zubereitung der verschiedensten Wildarten : nach eigener langjähriger erfahrung gesammelt und erprobt und allen braven Waidmännern und ihren lieben Hausfrauen gewidmet
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durcheinander, schiebt nach und nach das Mehl hinein und mengtes zu einem Teige, der etwas fester als der zum Butterteige Nr. '1ist, muß aber, wie schon Eingangs bemerkt, rasch verfahren undes thut nichts, wenn die Butter auch in ganz kleinen Bröckchennoch sichtbar bleibt. Im Sommer muß man den Teig, ehe manihn verwendet, in eine feuchte Serviette schlagen und eine Zeitlang auf Eis oder in den Keller legen.

Dieser Teig wird zu dem Trüffel-Pudding (s. Reh Nr. 22)genommen.

4. Mürber Teig Nr. 2 : Zwölf Loth Mehl, acht Loth Butter,vier Loth Zucker und ein Ei werden in der Weise des vorher-gehenden zu einem Teig gemacht, der sich vorzüglich zu Obstkucheneignet und das Gute hat, daß er sich, uugebackeu, Wochen langhält, wenn man ihn rund zusammen macht und zugedeckt an einenkühlen, trockenen Ort stellt.

5. Mürber Teig Nr. 3: Er besteht aus einem Pfund feinem,trockenem Mehl, vierundzwanzig Loth Butter, acht Eidottern, vierLoth gestoßenem Zucker, einem Kaffeelöffel gestoßenem Zimmet undeiner Messerspitze Salz, wird bereitet wie die vorhergehenden,dann in ein Tuch geschlagen und an einem kühlen Orte oder imSommer auf Eis eine Stunde ruhen gelassen.

6. Pastetenteig Nr. 1: Aus zwei Pfund Mehl, einem PfundButter, sechs ganzen Eiern, einem Kaffeelöffel Salz und knappzwei Weinglas Wasser wird der Teig in der Weise der mürbenTeige gemacht,

7. Pastetenteig Nr. 2 : Man schlägt zwei Eier in eine Schüssel,thut vier Eßlöffel sauren Rahm, eiu kleines Trinkglas Wasser nndSalz dazu, schneidet ein Pfund Butter hinein, rührt dies wohluntereinander und dann soviel Mehl darin, bis es einen ganzfesten Teig gibt, den man hernach ausrollt und, wie Bntterteig,zweimal überschlägt.

8. Wiener-Pllstetenteig Nr. 3: Drei Pfund Mehl, fünfViertelpfund Butter, drei Eidotter, ein Eßlöffel Salz und dreiAchtelquart Wasser. Butter, Eidotter, Wasser und Salz werdenzuerst etwas verarbeitet, dann in die Grube des Mehls gegebenund zu einem feinglatten festen Teig gemacht.

9. Gebrühter Teig: Mau thut ein halbes Quart Milch ineine Easserole und rührt, wenn sie kocht, soviel feines Mehl daran,bis es ein fester, glatter Teig ist, gibt ein Ei großes Stück Butterhinein, arbeitet es so lange, bis sich der Teig von der Easserolelöst, thut ihn in eine Schüssel und wenn er abgekühlt ist, so rührtman sieben Eier und das nöthige Salz darin und benutzt den