DaK Mgdfrühstück.
Auf! Auf! Kellermeister und Koch, füllet die Flasch,
Und richtet doch das Frühstück gut und fein balde,
Dieweil wir ziehen zum Walde,
Damit wir uns können ergötzen,
Ehe wir das Jagen fortsetzen.
Waidmannsheil! Waidmannsheil! Waidmannsheil!
Hier ist nun zunächst das „Fein balde" zu berücksichtigenund zu sorgen, daß das Frühstück pünktlich zur Stelle sei;denn wenn das Warten schon an und für sich eine sehr ver-drießliche Sache ist, so ist es bei der Jagd doppelt verdrieß-lich, weil dadurch die ganze Disposition verdorben werden kann.
Daher soll ein Jagdsrühstück, wenn es, wie sehr häufig,im Freien eingenommen wird, zwar recht „gut" und reich-lich, aber einfach und möglichst mundgerecht sein, die Butter-brode natürlich schon mit verschiedenem feinen Fleische, auchKäse, belegt und zusammengeschlagen und auf jeden Gastetwa vier Butterbrode gerechnet, oder zwei Butterbrode undzwei Wurstbrödchen, Fleischkrapfen oder Aehnliches; dannKuchen, in Stücke zerschnitten oder Törtchen und eine eben-falls zerschnittene Pastete, wozu sich besonders die Pasteten zumAufschneiden eignen; von all diesem müssen zwei bis dreiStücke auf den Herrn gerechnet werden und man thut immergut, besser zu viel als zu wenig zu schicken, weil bei ein-tretendem Mangel keine neue Zufuhr möglich wäre. AuchAepfel sind hier sehr beliebt, und bisweilen werden auchhalbweich gekochte, recht frische Eier dem Frühstück beigefügt.Pfeffer und Salz wolle man nicht vergessen.
An Getränk, sei es Wein, wo rother und weißer zurAuswahl da sein muß, Punsch, Glühwein oder dergleichen,rechnet man wohl eine halbe Flasche auf die Person, doch ist