Vackwerk und Vutterlirödchen.
1. Torteletten: Sie können gerade wie die großen Tortenbereitet werden und man hat für die der gerührten Sorten,als: Biscuittörtchen, Brodtörtchen, Sandtörtchen,welches die gewöhnlichsten sind, u> s. w., kleine runde, etwazwei Zoll hohe Förmchen, auch wohl Schneckenförmchen, unddiese Torteletten sind für Jagdfrühftilcke im Freien manchmalpassender als die großen Torten, weil sie sich besser packen lassen.
Für Butterteig und Linzerteig hat man ganz flacheFörmchen, von zwei bis vier Zoll Durchmesser und einemZoll Höhe; sie werden ganz leicht mit Butter bestrichen, mitdem messerrückendick ausgerollten Teig ausgelegt und dieserrundum rein zugeschnitten; dann füllt man sie mit einer be-liebigen Marmelade, legt aus ganz dünn ausgerolltem undin feine Streifen geschnittenem Teig ein zierliches Gitter(s. Linzer-Torte Nr. 9) und außen herum ein ganz schmalesRändchen, welches mit Ei bestrichen und über den innernRand leicht angedrückt wird, bestreicht auch das Gitter mitEi, bestreut es mit Zucker und backt die Torteletten schnellin einem heißen Ofen, damit der Teig fest werde, ehe dieMarmelade heiß wird, weil sie sonst Blasen macht und durchdas Gitter dringt.
Zu Obst-Torteletten rollt man von dem mürben Teig,Nr. 2 oder 3, eine große, messerrückendicke Platte aus, stichtrunde Scheiben in beliebiger Größe, wie eine Unterlasse etwa,daraus, biegt sie außen herum, halb Zoll hoch, aus (s. warmePastete Nr. 21), befestigt um jede Torteletts ein Papierbandvon der Höhe des Randes mit Kleister und belegt sie mitbeliebigem frischem Obst, in Weise des Pflaumenkuchens Nr. 25,bestreut dies gut mit Zucker, legt die Torteletteu über mitButter bestrichenem Papier auf Backbleche, backt sie in einemziemlich warmen Ofen eine starke Viertelstunde lang und be-streut sie, wenn sie aus dem Ofen kommen, nochmals mit Zucker.