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Waidmanns-Küche oder Zubereitung der verschiedensten Wildarten : nach eigener langjähriger erfahrung gesammelt und erprobt und allen braven Waidmännern und ihren lieben Hausfrauen gewidmet
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Torte in einem nicht zu heißen Ofen, damit der Reis nichtzu viel Farbe bekomme.

20. Buttcrteig-Torte: Butterteig (s. diesen) wird halbFinger dick ausgerollt und zu einer runden Platte, von siebenZoll Durchmesser etwa, geschnitten, und aus der Mitte dieserPlatte wieder eine, von fünf Zoll Durchmesser, so daß ein zoll-breiter Reis entsteht; die herausgeschnittene Platte wird dannwieder auf sieben Zoll ausgerollt, über ein Backblech gelegt,an dem Rande zollbreit mit verklapstem Ei bestrichen, mitdem Reif belegt und was vom Teig der Platte vorstehenmöchte, rein weggeschnitten, und man kann die Torte nun sobacken und nach dem Backen mit eingemachten Früchten be-legen oder man kann sie vor dem Backen mit frischem odermit eingemachtem Ödste füllen.

Wählt man frisches Obst, so nimmt man z. B. zwölf Pfir-siche, halbirt und schält sie, wendet sie in feinem Zucker wohlum, belegt den Boden der Torte damit und backt sie in einemetwas abgekühlten Ofen, und wenn, nach dreißig Minutenungefähr, der Reif hoch aufgezogen ist, so wird derselbe mitfeinem Zucker stark bestäubt und mit der roth glühendenGlacirschausel röthlich gelb glacirt; dann halbirt und schältman abermals zwölf Pfirsiche, kocht sie, sechs und sechs Stückin einem Syrup von acht Loth Zucker, legt sie auch noch aufdie Torte, bestreut sie mit den geschälten und gespaltenenPfirsichkernen und gießt im Augenblick des Servirens denSyrup darüber, und in ähnlicher Weise bereitet man dieseTorte auch mit Aprikosen oder Aepfeln; letztere werden dannmit Mandeln bestreut.

Will man eingemachtes Obst verwenden, wozu sich nament-lich die Marmeladen eignen, so bestreicht man die Torte halbFinger dick damit, jedoch nicht ganz bis ans Ende, des Reifswegen, der aber erst aufgelegt wird, wenn die Torte überflochtenist, hierzu rollt man den übrig gebliebenen Butterteig eine Liniedünn aus und schneidet ihn, wenn es sehr zierlich werden soll,zu Linie breiten Streifen, sonst auch breiter, womit die Torte soüberflochten wird, wie es bei der Linzer Torte Nr. 9 angegebenist, stutzt dann das Hervorstehende der Streifen ab, legt denReif auf, bestreicht den Teig mit verklopftem Ei und backt dieTorte gleich der vorigen, doch ohne den Reif zu glaciren.