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Waidmanns-Küche oder Zubereitung der verschiedensten Wildarten : nach eigener langjähriger erfahrung gesammelt und erprobt und allen braven Waidmännern und ihren lieben Hausfrauen gewidmet
Entstehung
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Salate.

1. Gewöhnlicher Salat: Es wird gesagt, zu einem gutenSalat müsse ein Geiziger den Essig, ein Verschwender dasOel, ein Sparsamer das Salz geben und ein Unbändigermüsse ihn anmengen. Der letztern Meinung bin ich nun abergar nicht und ebensowenig, daß man Senf und Ei zum An-machen des Salats nehme; ja selbst die Salalkräuter, diesogenannte Fourniture, schaden, nach meinem Geschmack, demeigenthümlich Erfrischenden und Erquickenden, welches dereinfach angemachte Salat hat.

Da aber jene Art, den Salat anzumachen, im Allgemeinensehr beliebt ist, so folgen hier ein paar Recepte, das ersterevon einem Wiener Koch, den Kopfsalat (Häuptelsalat aufWienerisch) zu bereiten: Man wählt die festesten Häuptchen,entblättert sie bis zum gelben Kern, schneidet den Stengelheraus und spaltet die Häuptchen aus vier und wenn siegroß sind, auch auf sechs oder acht Theile. Wenn die Häupt-chen gehörig fest waren, so sind sie in ihrem Innersten sehrrein und brauchen nicht gewaschen zu werden, wodurch derSalat schmackhafter bleibt; sollte es sich jedoch finden, daßhie und da Sand oder sonst etwas Unreines wäre, so müßteman ihn in mehreren Wassern auswaschen. Aus dem letztenWasser werden sie in eine Serviette gethan und mittelst einesanhaltenden Schnellens ausgetrocknet, denn der Salat kannnur durch solches Schnellen völlig ausgetrocknet werden.

Auf eine mittelgroße Salatschale voll solcher Salatspältchenwerden zwei Eßlöffel voll gröblich überschnittenem Esdragon,ein Löffel voll ebenso überschnittenem Kerbel und ein Löffelvoll Pimpinelle gestreut, mit einem Löffel voll feinein Salzund einem Kaffeelöffel voll Eoncasss gewürzt, mit vier Löffel»voll starkem Essig und sechs Löffeln voll feinem Oel begossenund durch anhaltendes Durcheinanderrühren genau vermengt.Man pflegt solchen Salat noch mit hart gekochten und ge-spaltenen Eiern zu belegen.