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Waidmanns-Küche oder Zubereitung der verschiedensten Wildarten : nach eigener langjähriger erfahrung gesammelt und erprobt und allen braven Waidmännern und ihren lieben Hausfrauen gewidmet
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ist, fülle sie dann in die Compotschale und lasse sie zweiStunden stehen, wonach sich, wenn sie gehörig geschwungenworden sind, der Saft zu einer Gelse gebildet haben wird.Dieser Compot ist ungemein erfrischend und angenehm.

Zum Abbeeren der Johannisbeeren bedient man sich einersilbernen Gabel, durch deren Zinken man die Träubchen zieht.

24. Compot Von rohen Erdbeeren: Dieser wird verschiedenbereitet, immer aber mit fein gesiebtem Zucker, von dem manvier Loth auf das halbe Quart Erdbeeren zu rechnen pflegt.Die Engländer, welche zum Compot die Wald-Erdbeeren vor-ziehen, nehmen dann noch einen halben Theelöffel fein ge-stoßenen Zimmet und etwas Franzbranntwein oder ein GlasMaraschino dazu. Ueberhaupt kann jede Art Wein zu deinErdbeeren-Compot genommen werden und besonders gut istTeres zu schönen Ananas-Erdbeeren, wie es in Allona üblichist. Auch mit süßem Rahm sind sie vorzüglich, und in Frank-reich vermischt man sie häufig mit dem Safte einer Citrone,wodurch sie Aehnlichkeit mit Ananas erhalten sollen.

Dieser Compot darf aber nur wenige Minuten vor deinServiren bereitet und mit dem Zucker und der Flüssigkeitnur ganz leicht geschwungen werden.

25. Compot von verschiedenen Früchten (Mneedoinc): Man

nimmt so vielerlei Früchte als man nur auf einmal bekommenkann, Erdbeeren, rothe und weiße Johannisbeeren. Himbeeren,Kirschen, Trauben, Pflaumen, Reineclauden, Aprikosen, Pfirsich,Birnen u. s. w. Wenn möglich, sollen Pfirsich, Johannis-beeren und Himbeeren vorherrschen.

Die Trauben und Johannisbeeren werden abgebeert, diePfirsiche und Birnen geschält und in Viertel getheilt, danndie Früchte in ein Gefäß gelegt und jede Lage reichlich mitgeriebenem Zucker bestreut, der Saft von zwei bis drei Apfel-sinen darüber gegeben und das Ganze nun in eine großeweite Compotschale gethan und einige Stunden in den Kellerund wo möglich in Eis gesetzt.

Dies wirklich vorzügliche Recept, welches sich zu allen feinenWildbraten sehr gut eignet, wurde in einem französischenJournal von einer Tochter der berühmten Herzogin vonAbrantes mitgetheilt.