— 295 —
an einem trockenen Orte aufbewahrt. — Man rechnet zwei Lothvon diesem Salz auf drei Pfund Farce.
12. Kalte Hasen-Pastete zum Aufschneiden: Ein junger Hasewird rein gewaschen, der ganze Rücken herausgeschnitten undausgebeint, wobei man Sorge tragen muß, daß die Hautnicht verletzt werde. Der Rücken wird dann innen mit Speck-und Schinkenstreifen gespickt, gesalzen und mit Pfeffer bestaubt.Das rein aus Haut und Sehnen gelöste Fleisch der Schlegelund Läufe und die Leber werden sehr fein gehackt und aufein Pfund davon ein Pfund fein geschnittenen Speck ge-nommen, welches mit einem Eßlöffel fein geschnittenen Eha-lotten und ebensoviel fein gehackten Champignons und Peter-silie, alles zusammen acht Minuten in Butter geröstet, zu-sammen recht zart gestoßen, dann gesalzen und mit Pfeffer undMuskatnuß gewürzt wird, worauf man den Hasenrücken miteinem Theil dieser Farce füllt und das Fleisch wieder zu-sammen nimmt.
Man rollt nun von dem mürben Pastetenteig Nr. I einelange, kleinfingerdicke Platte aus und legt diese über zweimit Butter bestrichene Bogen Papier auf ein Backblech; indie Mitte derselben legt man der Länge nach handbreiteScheiben Speck, streicht darüber die Hälfte der noch vorräthigenFarce, legt den Hasen und den Rest der Farce darauf, rechtglatt aufgestrichen und dann mit Speckscheiben wieder über-legt. Nun rollt man eine zweite lange Platte von demselbenTeige aus, bestreicht den Rand des Bodens mit Ei, rollt denTeig über das Rollholz auf und rollt denselben von demHolz über die Pastete der Länge nach herab. Die obereTeigplatte wird am untern Rande und an dem Fleische gutangedrückt, in der Mitte werden zwei Oeffnungen in derGröße eines Guldens eingestochen, um welche ein Kaminaufgesetzt wird. Die Pastete wird alsdann mit Ei gut über-strichen, mit blechernen Ausstechern Verzierungen von etwaszurückbehaltenem Teige ausgestochen, auf die Pastete gelegt,diese wieder mir Ei Gestrichen, bei mittlerer Ofenhitze andert-halb Stunden langsam gebacken und über Nacht an einen kaltenOrt gestellt. Am andern Tage wird die Pastete mit bis zumStocken erkalteter aber noch fließender Fleischsulz (Aspic) vollgegossen und diese wieder bis zum andern Tage stehen ge-