StreitMgne.
Sie sind zu Ende Mai am besten und man bereitet siewie Waldschnepfen. Ihre Eier haben Aehnlichkeit mit denKiebitz-Eiern und werden beim Verkaufe öfters mit diesenUntermischt.
Wenn man die Streithähne in Netzen fängt, so pflegtman sie zu mästen, indem man ihnen täglich folgendes Futtervorsetzt: Zwei Eßlöffel Weizen, ein Eßlöffel Zucker, ein Thee-löffel Hanfsamen, ein Dreipfennig-Brödchen, zusammen ineinem halben Quart Milch gekocht.
-O'O—
Grralsnc.
Dies sind die, wegen ihres Fetles und ihres Wohl-geschmackes schon bei den alten Römern berühmten Fett-ammern, die künstlich gemästet werden, indem man sie ineiner finstern Kammer fliegen läßt, diese aber mit so vielenLaternen erleuchtet, daß immer Taghelle ist und die VögelTag und Nacht nicht unterscheiden können: dort setzt manihnen frisches Wasser und vollauf Futter hin, nämlich Hirseund Weißbrod, in Milch aufgequellt und mit Grütze, Zuckerund Zimmet vermengt, welches ihrem Fleische ein außer-ordentliches Aroma gibt, und so fressen sie bei Tag undNacht, mästen sich in etwa drei Wochen zu einem förmlichenSpeckklumpen und werden bis zu vier Loth schwer.
Sowie sie getödtet sind, muß man ihnen gleich die Zungeausreißen, weil sie sonst nach Ameisen schmecken; sie werdenwie Krametsvögel und Lerchen bereitet, eignen sich aberbesonders zum Braten, weil dabei das übermäßige Fetl schmilztund das übrigbleibende sehr feinschmeckend wird.