Wilde Eguüen.
Zu den meisten der nachfolgenden Recepte können nurjunge Tauben gebraucht werden; eine Ausnahme inachenNr, 4, Nr. 14 und Nr. 15, zu denen man auch alte Taubenbenutzen kann, die übrigens meistens zu Suppen verwendetwerden, welche ebenso wohlschmeckend als gesund, und be-sonders für Kranke sehr heilsam und kräftigend sind, (S. ein-fache Suppe von wilden Tauben Nr. 18.)
Noch ist zu bemerken, daß die Tauben auf eine eigeneWeise dressirt werden, nämlich: sie werden behutsam durchden Hals aufgemacht, das Gabelbeinchen gespalten und dasBrustbein gebrochen herausgenommen; nach dem leichtenFlammiren werden die Füßchen von allen Seiten in dieFlamme gehalten, bis sich ein feines Häutchen herunterziehenläßt und die Füßchen nun schön roth und rein erscheinen;die Klauen werden etwas gestutzt, so daß sie eine kleine Kronebilden. In den: dicken Fleische des Schlegels wird von untenein kleiner Einschnitt gemacht, die Oeffnung mit dem Zeige-finger, den man durch die Oeffnung des Unterleibes hinauf-schiebt, vergrößert und das Knie hineingesteckt, so daß, wenndie Haut in ihre alte Stelle zurücktritt, das ganze Füßchenin dem Leib steckt und nur die kleine Krone der Klauen überdem Schlegel hervorsteht; die Flügel werden rückwärts hinterdem Halse eingedreht.
In Amerika, wo es so unendlich viele wilde Tauben gibt(Cooper erzählt im „Kettenträger" von einem „Roost", wiedie Lager- und Brutstätten dort genannt werden, wo dieBäume buchstäblich mit Nestern bedeckt waren und die Rück-kehr der weiblichen Tauben, anscheinend wohl eine Million,die auswärts Nahrung gesucht hatten, ein Geräusch machten,