Feldhühner.
1. Das Alter der Feldhühner zu erkennen:
Ist gelb das Bein des Huhns, gleich der Citrone,So ist's von diesem Jahre zweifelsohne,
Doch rechne zwei davon ans jeden Kopf —Sie werden Dir gar sehr gering im Topf!
Das Huhn mit Beinen gelb wie Apfelsine,
Vor allem Dir zum sast'gen Braten diene.
Beim hellen, grauen Beine laß Dir rathen,
Ein halbes Stündchen länger es zu braten.
Scheint dunkel schon des Hiihnerbeines Gran,So kocht's vor'm Braten erst die kluge Frau.Blaugraue Beine, Schnabel beinah weiß,
Rings um die Augen ein hellrother Kreis —
Laß ab! Umsonst sind Speck uud Fett und Butter,Derartige Hühner schenk — der Schwiegermutter.
Urplik.
Besitzst Du Hühner, die zum Braten nicht mehr taugen,Weil blan die Tritte, rothbekränzt die Augen,Der Schnabel weiß und grau melirt der Kops,
So mach' davon doch einen „Hühnertopf".
Kennst Du den nicht? Wohlan, ich bin zu Nutz und FrommenDer sämmtlichen Gourmands zu dem Entschluß gekommen,Euch ein Geheimniß jetzo zu entdecken,
Danach Ihr Eure Finger werdet lecken.
Die alten Hühner, welche Du bislang verachtest,
So sehr, daß Du der Schwiegermutter sie vermachtest,Die laß von Deiner Köchin so dressiren,
Genau, als wollt' als Braten sie serviren.