Vfau.
Dieser schöne, stolze Vogel gehört nun wohl nicht zumWild, aber da er, um tafelfähig zu sein, nur durch einenSchuß getödtet werden darf und einen so vortrefflichen,besonders bei Jagdmahlzeiten sehr geschätzten Braten liefert —auf einem benachbarten Fürstensitze durfte zu Zeiten desletzten edlen Jagdherrn daselbst, der Pfau mit seinem reichenFederschmuck nie fehlen —, so möchte ihm in „Waidmanns-küche" doch auch ein Plätzchen vergönnt sein.
Gebratener Pfau: Man nehme einen schönen, jungen Pfau?nicht über fünf bis sechs Monate alt, rupfe ihn, schneide aberKopf und Hals mit den Federn ab, lege es an einen kühlenOrt und bewahre auch die Schwanzfedern. Dann wird erflammirt, schnell gewaschen und abgetrocknet, ausgenommenund die Flügel untergeschlagen, gesalzen und mit Speck um-wickelt, auf den Rücken in die Casserole gelegt, reichlich mitkochend heißer Butter Übergossen und zwei bis drittehalbStunden rasch und unter fleißigem Begießen gebraten. Hieraufnehme man den Speck ab und lege den Pfau, mit der Brustnach unten auf die Schüssel, stecke den Kopf an ein spitzesHolz, welches an der andern Seite auch zugespitzt ist, thueein dickes Papierkräuschen um den Hals und schiebe ihn inden Pfau; binde die Schwanzfedern leicht und elegant inder Schwanzform zusammen und füge sie an den Braten,indem man die Enden mit Papier umwickelt und mit einerPapierkrause verziert, oder man kann auch ein spitzes Stöckchendaran binden und dies in den Braten schieben. Servirt wirder mit Salat und Compot, wie Fasan und auch häufig ohneFederschmuck.
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