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Waidmanns-Küche oder Zubereitung der verschiedensten Wildarten : nach eigener langjähriger erfahrung gesammelt und erprobt und allen braven Waidmännern und ihren lieben Hausfrauen gewidmet
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Auch brachte die Wiener Jagdzeitung noch ein Recept, voneinem ehemaligen Offizier der Indischen Armee mitgetheilt,wie am Himalaya-Gebirge der Fasan von den ein-heimischen Köchen bereitet wird:

Man thue ein Pfund des besten Mehls auf das Back-brett, mache eine Höhlung in die Mitte, gebe ein halbesPfund frische Butter, zwei Loth Salz und etwa ein halbesWeinglas Wasser hinein und mische Alles gut untereinander,so daß es einen ziemlich steifen Teig gibt, den man so aus-wällt, daß der Fasan hineingeschlagen werden kann und ihnüber eine Schüssel legt.

In den Leib des Fasans wird eine Schnitte Speck, etwasSalz und Cayennepfeffer und etwas wenig Zwiebel ge-füllt, der Fasan dann auf den Teig gelegt und diesen so umihn herum geschlagen, daß er wohl darin eingeschlossen ist.Nun taucht man das Tuch, worin der Fasan gekocht werdensoll, in kochendes Wasser, bereitet es über eine Schüssel, be-streut es mit Mehl, legt den Fasan darauf, bindet das Tuchmit einem Bindfaden zu, thut diese Art Pudding in eineCasserole, die etwa vier Quart kochendes Wasser enthält (derPudding muß immer schwimmen können) und läßt ihn zweiStunden ununterbrochen kochen, wobei man bisweilen etwaskochendes Wasser zugießt, um es in gehöriger Menge zu er-halten Dann wird er herausgenommen, das Tuch auf-gebunden und der Pudding angerichtet; oben schneidet manein breitrundes Loch aus dem Teige und gibt etwas gute,heiße Jüs oder Fleisch-Extrakt hinein.

In den von Georg Hesekiel herausgegebenenMittheilungeneines Gourmands", wird über die Bereitung des Fasansgesagt:Fasanen werden am besten gebraten, wenn manihnen ein Hemdchen von zusammengenähten Speckscheiben an-gezogen hat; über dieses Hemdchen zieht man ihnen dannein Kleid von weißem Papier, das zuvor in Olivenöl getränktist. Diese Kleidung erhält das Fleisch völlig saftreich, dochmuß man das Hemdlein einige Minuten vor dein Anrichten