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Waidmanns-Küche oder Zubereitung der verschiedensten Wildarten : nach eigener langjähriger erfahrung gesammelt und erprobt und allen braven Waidmännern und ihren lieben Hausfrauen gewidmet
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Auf diese Art bereitet, ist der Auerhahn vorzüglich undder eigentliche Vogelgeschmack kommt dabei erst recht zurGeltung und man braucht ihn wederWochen lang hängenzu lassen" nocheinzugraben", welch letzteres obendrein rechtübel ablaufen kann,^ wie ein leckerhaster Jägersmann einstzu seinem Schaden erfahren hat. Er hatte nämlich seinemGärtner den Auftrag gegeben, einen besonders schönen Auer-hahn zu vergraben, aber als man hernach den kostbarenBraten holen wollte, war er nicht zu finden und der Gärtnermeinte, es sei denn doch gar zuschade" gewesen und dahabe er ihn seiner Frau gebracht und diese ihnMit Neubenund Kantüffeln kaakt" (Mit Rüben und Kartoffeln gekocht)!

7. Junger Auerhahn: Man nehme den Schweif und dennicht gerupften Kopf nebst Hals ab und bewahre es; rupfeund putze den Hahn und reibe ihn inwendig mit einem Tuchaus, denn es darf kein Wasser daran kommen und er mußdeshalb auch trocken gerupft, nicht gebrüht werden, wirdnun dressirt, mit Pfeffer und Salz bestreut, mit Speckscheibeneingebunden und mit Butter zwei Stunden lang schön ge-braten, dann aufdressirt, über eine Schüssel gelegt und heißgestellt. Hierauf entfettet man die Sauce, kocht sie mit etwasMadeira auf, gibt sie durch ein Sieb und reicht sie in einerSauciöre zu dem Hahn. Beim Auftragen hat man Kopf undSchweif wieder daran gelegt und servirt feinen Compot undfeinen Salat dazu, besonders eingemachte Preißelbeerenund Kressesalat, zu dem man feingehackte Gartenkressemit Citronensaft, Zucker und ein wenig Salz anmengt.

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