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Waidmanns-Küche oder Zubereitung der verschiedensten Wildarten : nach eigener langjähriger erfahrung gesammelt und erprobt und allen braven Waidmännern und ihren lieben Hausfrauen gewidmet
Entstehung
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mit in die Höhe zu ziehen, so ist er gar und wird abgesetzt.Nach einer Stunde nimmt man ihn aus dem Sude, legt ihnaus eine Mulde und zieht den Bindfaden noch etwas festeran, damit ja keine leeren Zwischenräume entstehen können undgibt ihn dann wieder in den Sud bis zum andern Tag, woer ganz kalt sein wird und man ihn heraus nimmt, dasTuch entfernt und den Kopf in ein passendes Geschirr thut.Der Sud wird erwärmt, abgefettet und durch ein Haarsiebüber den Kopf gegossen, der vollständig davon bedeckt seinmuß und wenn er ganz erkaltet ist, so gießt man noch einpaar Fingerbreit Schweinefett darauf, deckt das Gefäß zuund bewahrt es an einem kalten, trockenen Orte, wo sich derKopf dann mehrere Monate in gleicher Güte hält und manihn, wenn man davon gebraucht hat, immer wieder in denSud legt, der dann natürlich durch Erwärmen wieder flüssiggemacht werden muß und falls man den Kopf sehr langebewahrt, so schadet es nicht, wenn man den Sud einmal auf-kocht, etwas Wein und Essig beifügt und abgekühlt wiederüber den Kops gießt.

Beim Gebrauche wird zuerst das Brettchen entfernt undder Kopf recht rein gemacht, welches eigentlich ohne Wassergeschehen soll; wenn man ihn aber mit einem, in heißesWasser getauchten Tuche abreibt, so pflegt es doch nicht zuschaden. Die Ohren werden aufgerichtet und müssen mit einpaar Dressirnadeln unmerklich gestützt werden oder man ver-birgt die Nadeln mit etwas Grün, wie es sich gerade machtund aus sehr weißer, durch Kneten weich-zähe gemachterButter, werden künstliche Hauer geformt und geschickt einge-setzt. Dann legt man den Kopf, nachdem man mit einemsehr scharfen Messer die Speckschwarte am Halse weggeschnittenhat, daß die schöne Fülle sichtbar wird, auf eine Schüssel mitFuß, denn er muß, um sich schön auszunehmen, erhöht stehenund umlegt ihn mit frischem Grün, am besten mit Stechpalm-zweigen, besonders wenn sie ihre schönen rothen Beeren haben.

Hübsch macht sich auch, wenn man ein ovales Kistchenoder dergleichen, etwa 20 ein hoch und der Schüssel ent-sprechend groß, mit einer Serviette überdeckt und oben undunten mit einem Kranz aus Epheu oder auch von Stechpalmumgibt, wovon der untere dicker als der obere sein muß