Druckschrift 
Bd. 1 (1819)
Entstehung
Seite
143
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(.143DEA MONETA.Da die Römer Alles zu vergöttern im Gebrauchhatten, so schufen sie sich auch aus der Münze eineGöttinn, jedoch wie man glaubt, etwas späterhin, daman anfing, die Münzen durch Zusatz von schlechtemMetall in ihrem innern Werthe zu verringern. Dasgeheiligte Bildnis des Fürsten konnte nun den ge-ringhaltigen Münzen nicht mehr die gehörige Achtunggeben. Um dieſes zu erzwingen, erſann man einanderes Mittel, nämlich eine Göttinn Moneta. DieseGöttinn war auf der Rückseite der Munze unter derGestalt der Billigkeit vorgestellt; anzuzeigen, daß, sowie dieſe, auch die Münze rein, unverfälſcht und vongutem Gehalte seyn müsse. Sie hielte mit der einenHand die Wage, und mit der andern das Füllhorn.Die Umschrift war: SACRA ET DIVINA MONETAAUGUSTORUM ET CAESARUM NOSTRORUM;die Tab. XXIV. Fig. 1. 2. 3. 4. zu sehen. Späterhinpar die Umschrift: FELIX INCHOATIO SACRAEET DIVINAE MONETAE.Damit nun allen Münz=Verfälschungen vorge-zeugt würde; so wählten sie Triumviros Monetarum,die zugleich die ritterliche Würde besassen, und sichdamit befaßten, die Münzen von Gold, Silber undKupfer prägen zu lassen, wie dieses die Münzen Cä-ſars und Auguſt zeigen. Auch finden ſich Münzenohne das Bildniß des Augustus Caͤsars vor, wieB. Tab. XXIII. Fig. 2. wo der Name mit einerbürgerkrone umwunden ist. Auf der Vorderseiteest man:AUGUSTUS. TRIBUNICIA. POTESTATE.und auf der Rückseite:PLOTIUS. RUFUS. III. VIR. AERE. ARGENTOAURO, FLAVO. FERUNTO.