— ( 134)Fig. 3. Auf der zweitern hat Severus, dessenGemahlinn die Julia war, seine und seines SohnesAntoninus Geta Bildniß prägen lassen.„Ita feri, ut se Meri sentiat!“ (Verfahre so hart mitihm, daß er seinen Tod auch fühle!)Diesem grausamen Tyrannen, der gegen seine Rö-mer und gegen die Götter selbst, sich so benahm,wurde auch der so schöne Beiname PIUS ertheilt.Tab. X. Fig. III. sieht man auf einer Münze vonihm, die Pietas sitzend, eine Trinkschaale in der Handund den rechten Arm auf einem Kinde ruhend, zumBeweiß der Achtung und Pflicht, welche er gegen seinenVerwandten, den Augustus, hatte. Die Worte derabgebrochenen Inschrift sind folgende: CAJUS CAE-SAR. DIVI AUGUSTI PRONEPOS, AUGUSTUSPONTIFEX MAXIMUS, TRIBUNITIA POTESTATITERTIUM PATER PATRIAEPIETAS.Die andre Münz=Seite stellt den Tempel des Au-gustus vor, der unter die Zahl der Götter aufgenom-men ist. Dieser Tempel war durch Nero zu bauenangefangen und von Caligula vollendet worden. In derMitte desselben ist ein Altar, worauf ein Ochs liegt,den ein Opferdiener hält; vor dem Altar steht einOpferpriester, der durch die in der Hand habende Trink-schaale anzeigt, daß er den Ochsen schlachten will; hin-ter ihm steht ein Diener, der ein Becken in derHand hält, um das Blut des Schlachtopfers aufzu-fangen.
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