—(133)Daß diese beide so schöne Namen PIA FELIXdie Julia impia auch ſich zugelegt habe, beweiſendie Münzen Tab. XXVI. Fig. 3, und Tab. XXIIIaufführen, kehrte alsdann wieder nach Rom zurück unshielt seinen öffentlichen Einzug allda, als wenn er ei-nen großen Feldzug gemacht hätte, da er doch keinenFeind, weder in Teutschland, noch in Brittanien gero-chen hatte. Endlich sey er halb närrisch geworden undabe für einen Gott gehalten seyn wollen, weshalb er baldin dieser, bald in einer andern Götzen=Gestalt sich demVolke gezeigt habe. Den Götzenbildern ließ er ihre Köpfeherunter nehmen und an deren Stelle den seinigen auf-setzen. Seinem Pferde Incitatus genannt, gab er eineigenes Haus, Hausrath und Bediente; auch soll diesesPferd in dem Priester=Amte sein College gewesen seyn,mit ihm zur Tafel gespeist haben und gar mit ihmConsul werden sollen.Von seinem Blutdurste zeugt sein sauberer gewöhn-licher Wahlspruch: „Oderint dum metuant.“Als sein Vorgänger Claudius Tiberius Nero(der durch sein Schwelgen und wollüstige Thorheitenspottweise auch Caldius Biberius Mero genanntwurde) eine Ohnmacht befallen hatte, ließ er unter demScheine, ihn warm zu halten, so viele Betten auf den-selben werfen, daß er erstickte.Dem ganzen römischen Volke wünschte er nur einenHals, damit er solchen auf einmal abhauen lassen könnte.„Utinam S. P. O. R. una Cervix!“ — Wenn derHenker jemand marterte, redete er ihm gewöhnlich zu:
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