— (122)Gemahlin des Augustus, und hernach mehreren an-dern und zwar erstlich unter der Regierung des Oe-tavius Augustus hat prägen lassen, sind hievonredende Beweise. Diese Münzen sind aber von denender Augustorum darin verschieden, daß man aufdenselben weder Lorbeern, Kronen, noch Dia-deme abgebildet sieht; indem zu den Zeiten, alsRom noch blühete, weder Diadem noch Krone denWeibern verliehen wurde. Man sieht jedoch aufden Griechischen, und in späterm Zeitalter auch aufden römischen Münzen, die Gemahlinnen der Augus-torum mit diesen Zierrathen abgebildet, wie z. B. dieTheodora, Galeria u. s. w.Sie haben auf den Münzen größtentheils ent-blößte Häupter und das Haar ist auf verschiedeneArt zusammen gebunden, gekräuselt oder in Haar-locken geformt. (Siehe Tab. XVII. Fig. 1 et Tab.XXVI Fig. 2 et 3.) Das Zeichen des Monds iſt auchzuweilen an der Stirne ſichtbar, als wenn ſie zugleichMitregentin und Kaiserinn seye, wie die Luna diesesunter den Sternen ist. Horaz sagt: Velut interignes Luna minores.In der Schatzkammer des Camillus Mari-mus befindet ſich eine Muͤnze, auf der das Geſichtdes Claudins Nero und das der OctaviaAugusta zugleich abgebildet ist. Auf dem Scheiteldes Nero pranget die Sonne auf jenem der Octa-via aber der Mond. Hiedurch haben die Römer alsoandeuten wollen, daß diese beiden auf Erden und inihrer Regierung das sind, was am Himmel Sonne
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