(117)Dem Julian war jedoch dieser Name DOMI-NUS so verhaßt, daß er ihn gleichsam bei den Rö-nern wieder ganz in Vergessenheit gebracht hatte.Bei dem Kaiser Justinian und seiner Gemah-linn Theodora hatte aber wieder das GegentheilStatt. Procopius erzählt uns von dieſen beiden,daß sie auf diesen Titel Dominus und Domina soſtolz und erpicht geweſen ſeyen, das ſie von einemjeden den Gruß als Dominus und Domina in allerStrenge gefordert hätten, und daß die Theodorasoll erklärt haben, daß sie nicht einen Tag mehr zuleben wünschte, wenn sie mit dem Worte Domina nichtmehr begrüßt werden sollte.Dieser Justinian hat auch zuerst angefangen,einen Reichsapfel zum Zeichen der Kaiserlichen Ge-walt und Würde zu gebrauchen. Seinen Namen ver-ewigt das Corpus Juris Civilis, welches zu verfertigenschon Julius Cäsar im Sinne gehabt hatte.Justinian ließ zwei Jahre nach seiner Thronbe-steigung erstlich den Codicem Justinianeum, und imJahr 533 die Jnstitutiones und Digesta publiziren,wobei Tribonianus oder Treboujanus dervornehmste unter den Juristen war, die er dazugebrauchte.Der Name Cäsar war auch den Söhnen derAugustorum, die als ihre Nachfolger und alsErben des Reichs gehalten wurden, eigen; jedochmit dem fast nemlichen Unterschiede, wie bei demWorte Imperator, denn, ehe sie zur Regierung ge-langt waren, wurden ſie auf den Münzen z. B.DOMITIANUS CAESAR oder AURELIUS CAESAR
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten