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Bd. 1 (1819)
Entstehung
Seite
94
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(94)(Mährer) und Marcomannos (Böhmen) durch dasGebet deren unter seinem Heere sich befindendenChristen errungen hat.Das christliche Gebet soll nämlich bei einem gro-ßen Wassermangel, woran dieses Heer sehr litte, dem-selben einen erquickenden Regen, und zugleich überden Feind ein zernichtendes Donnerwetter erwirkthaben.Obwohl die Heidnischen Schriftsteller dieses Wun-derwerk mehr ihren Göttern, und unter andern. DioCassius B. 71 den Kunstgriffen eines Egyptischen Zau-berers, Arnuphis genannt, zuzuschreiben sich bemühe-ten, so hat doch Marcus Aurelius an den Senatin Rom das Bekenntniß abgehen lassen, daß dieser SiegNiemand anders, als dem unüberwindlichen Gottder Christen zuzuschreiben, und den Christen hinführodie Ausübung ihrer Religion zu gestatten seye, damitsie nicht auch einen solchen Feuerregen über ihn undsein Volk erbitten möchten.Dieser Marcus Aurelius Antoninus warein Rechtsgelehrter, Dichter und Wohlredener undhat von der Liebe zu der Weltweisheit den NamenPhilosophus erhalten; er hat nicht allein die vonihm in 22 Büchern geschriebene schöne Lebensregelnentworfen, sondern sie auch sein Volk praktisch gelehrtund bei ihm in Ausübung gebracht. Diese Lebens-regeln hat er ad Se Ipsum überschrieben, und er pflegteoft zu sagen: Felix est Respublica, ubi aut Philo-sophi imperant, aut Imperantes philosophantur. SeinLeben entsprach auch ganz seinem Wahlspruche: Con-sulendum, et Consilio utendum.(Man muß gutem