Druckschrift 
Bd. 1 (1819)
Entstehung
Seite
74
Einzelbild herunterladen
 

(74.)List geschlagen wurden, bate das teutsche Frauenzim-mer unter die Vestalinnen aufgenommen zu werden;da ihnen aber dieses abgeschlagen wurde, flochten sieihre Haare um die Räder, handen diese unter demHalse zusammen und erhenkten sich rc. Nach dem Zeugnische des Florus hielten sie also dafür, daß auf dieseArt zu sterben, edler sey, als ein Schandevolles Lebenzu führen. Die Cimbern waren zwar keine Ubier,aber die Denkungsart von beiden, war die nämliche.Handlung und Kaufmannschaft der altenUbier.Schon zu Julius Cäsars Zeiten hatte die Hand-lung der Ubier vor andern teutſchen Voͤlkern einengewissen Grad erreicht; denn er schreibt L. 4. Cap. 3.de bello gall. Folgendes davon:Viele Kaufleutekommen zu den Ubiern. Er sagt aber nicht vonihnen, wie von den Sueven,bei den Ubiern bietendie Kaufleute ihre Waaren zum Verkauf an.Ihr Gewerbe bestand in Fellen, Thierhäuten, Vö-gel⸗Federn, Menſchen⸗Haaren, Viehe und Menſchen,die als Sklaven verkauft wurden. Die Ubier bekamendafür Waffen, Kleidung, Wein und vermuthlich auchGeld. Der Handel geſchah aber durch Tauſch, Kaufund VerkaufWie dieser Handel und der Hang dazu sich fort-gepflanzt, wie er die Grundpfeiler der Wohlfahrt die-ser Stadt geworden, und bishiehin gewesen, wie fer-ner hier zu Köln der Edelmann und der Burger, derChrist und der Jude, der Laye und der Geistliche Kauf-leute waren; wie das Domkapitel und übrige Stifter