Druckschrift 
Bd. 1 (1819)
Entstehung
Seite
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( 50.)uns Offian, der Schottländische Barde, ein Beispielliefert. Diese kostbaren Werke des Alterthums sindaber auf unsre Zeiten nicht gekommen, obwohl Carlder Große dergleichen Volkslieder sammelte. Manist daher gezwungen, bei Abgang einheimischer Nach-richten, bei ausländischen Schriftstellern, nämlich beiden Römern und Griechen sie zu suchen. Unter derKömern zeichnen sich aus: Julius Cäsar, Tacitus, Suetonius, Plinius und Florus. Grie-chiſche Schriftſteller ſind Diocaſſius, ClaudiusPtolomäus, Strabo; beide leztern waren aufGeographen. Diodorus Siculus kann zugleichbenützt werden. Die römischen Schriftsteller warezuverlässiger: denn die Griechen borgten das Ihrigvon den Römern, und haben persönlich Teutschlannie geſehen. Die Römer kannten aber die Teutſchenbesser, sie lebten mit ihnen und giengen mit ihnenum.Julius Cäsar und Tacitus sind unter denRömern die Hauptquellen, woraus wir unsre alteNachrichten schöpfen müßen; sie verdienen daher, daman sich mit ihnen bekannt machte. Um sie richtigezu gebrauchen, muß man beide gegen einander halteund zusehen, worin sie überein kommen, und worinsie unterschieden sind; auch ob sie zusammen könneverglichen werden. Ihre Absichten sind nicht dnämlichen: Die Absicht Cäsars war, 1) die Rimer mit einer Nation bekannt zu machen, die kaumdem Namen nach zu Rom bekannt war; 2tens wolltCäsar sich durch die Nachrichten, die er den Römervon den Teutschen mittheilte, groß machen, und de