Druckschrift 
Bd. 1 (1819)
Entstehung
Seite
48
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48)Mit ausdrücklichen Worten sagt er also:Daß die Ubier viel sanftmüthiger als die übrigen Völker seyen, und zwar aus dem Grunde, weil sie Handel und Wandel treiben, an Gallien gränzen, mithinNachbaren der Gallier sind, welches ein von Na-tur weichgeschaffenes gefälliges Volk ist.Daher liegt die Sache keinem Zweifel ob, daßdas Entstehen der Ubier nicht den Galliern zuzu-schreiben, sondern ihre Herkunft von der ersten Nach-kommenschaft des Japhets herzuleiten ist. Dennsonst würde Julius Cäsar die Sanftmuth und Leut-seligkeit unserer Ubier nicht als Quelle und Ursachder Nachbarschaft, sondern als Ursache der Blutsver-wandschaft mit den Galliern, mithin die Blutsver-wandschaft als wahre Herkunft von denselben erklärthaben, so wie auch selbst die Gallier hierüber nichtgeſchwiegen, und den erſten Ausdruk der Nachbar-schaft nicht zugegeben hätten, da dieselben den JuliusCäsar, als er zu den Ubiern reiste, ohne Zweifelbegleiteten.ein Dünn** Während der Abdruck der Aldenbrückischen Uebersetzungbis hiehin vorgerückt war, wurde mir von einem ge-schäzten Freunde, ein noch ungedrucktes Manuscript un-seres verlebten, als vaterländischen Gelehrten rühmlichstbekannten Domherrn von Hillesheim, mitgetheilt,welches ich wegen seinem historischen und auf das Al-denbrükische Werk sich besonders beziehenden Inhalt,hier im Auszuge liefere, und damit an den dazu geeigneten Stellen fortfahren werde.