Druckschrift 
Bd. 1 (1819)
Entstehung
Seite
27
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(27)Von Cambrivius, dem siebenten König derDeutschen.Nach Marsus herrschte sein Sohn Gambrivius,ein hochherziger und stolzer Fürst. Er war der erste-unter den Königen der Germanen, der mit Einwilli-gung seines ganzen Volkes, öffentlich Krone undScepter trug: er gab einer Völkerschaft, deren Pli-nius und Tacitus erwähnen, den Namen. Zuseiner Zeit kam Osyris, König von Egypten, Ju-piter der Gerechte zugenamt, der Kaiſer und Frie-densstifter von ganz Europa, mit seinem Sohne Her-kules, durch die Tartarey und durch Ungarn, nachDeutschland bis an die Quelle des großen FlussesDunoe (Donau), der auf dem Schwarzgebürg inSchwaben, nicht ſehr weit von den Quellen desRheins, entspringt. Er lehrte die Alémannen zuerstGetraide säen, Bäume und Weinstöcke pflanzen: daaber, wo das Land nicht dienlich zum Weinwachswar, lehrte er sie, ein ziemlich wohlschmeckendes Ge-tränk von Gersten bereiten, und nannte dasselbeCerevois (Cerevisia) vom Namen seiner SchwesterCeres. Er gründete auch mehrere Städte. Es kannwohl seyn, daß von ihm, der auch Apis zugenanntwar, das uralte Haus der Grafen von Habsburgin Deutschland, welches in Latein Apisburgum heißt,und aus welchem die Kaiser von Oestreich entsprun-gen sind, den Namen trägt. Eben so gab er auchden Apenninen, über welches Gebirge er nach Ita-lien ging, ihre Benennung. Der Kaiser Osyris er-freute sich damals auch höchlich mit dem deutschenKönig Gambrivius, dessen Verwandter er war., Alsaber die Völker von Italien durch gewaltige Riesen,