Dieser Unsinn, womit sie ein lebloses und stum-mes Element als ihren Gott verehrten, hat die Ge-müther der Chaldäer dergestalt eingenommen, daßsie diesen ihren Feuer=Gott weit und breit, wieim Triumph herumtrugen, und ihre übrigen Götter,die aus Erz oder Silber gegossen, oder von Holzgeschnizt waren, so übel und undankbar mitnahmen,daß sie diese der Natur nach zerstörbaren Götter, demFeuer⸗Gott überlieferten, und nachdem der eineoder andere dieser ihrer Götter durch die Flammenaufgelößt, zerschmolzen, oder zu Pulver verbrennt ware,stimmten sie ihrem Feuer=Gott, als dem Ueber-winder, Triumph= und Sieges=Lieder an.Dies währte so lange, bis endlich ein klügererund heller sehender Priester zu Canopus in Aegypten,durch eine eigene ausgezeichnete List alle Macht undGewalt dieses Gottes gänzlich zernichtete, indem ereinen mit Wasser gefüllten Topf, welcher mit vielenSpalten versehen war, die er forgfältig und behutsammit Pech und Harz zugestopft hatte, auf das Feuerſezte, und daſſelbe auf dieſe Art völlig ausloͤſchte,indem das Wasser, nachdem der Pech geschmolzen war,allenthalben aus dieſen Oefnungen hervorſtrömte;jedoch ist er nicht im Stande gewesen, die Verehrungdieses Feuer-Gottes ganz zu hemmen, denn solchehat noch mehrere Jahrhunderten nachher fortgedauert.Da die Aegyptier nach dem Zeugniße des Eusebiusb) die ersten waren, welche ihre Augen gegen Himmelerhoben, und die so künstliche Ordnung, Bewegung,Menge und Schönheit der Himmels=Körper genauer—b) Euseb. de praep. Evang. L. I. C. VI.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten