VOR WO ET.
Der wünsch nach einer vollständigen Sammlung der ähd, glossen ist so häufiggeäufsert worden, dass ich mich der begründeten hoffnung hingeben zu dürfen glaube,mit dem ersten bände einer solchen, welchen ich nunmehr vorzulegen im stände bin,den anfang zur ausfüllung einer fühlbaren lücke in unserem wissenschaftlichenapparate gemacht zu haben, freilich ist die Vollständigkeit, welche ich biete, einesehr relative; absolute würde nur derjenige erreicht zu haben sicher sein, welchersämmlliche lateinischen hss. Europas bis hinab zum zwölften jh. der durchsieht unter-zogen hätte, dass es aber ein ding der Unmöglichkeit für einen einzelnen ist, dieseridealen anforderung zu genügen, liegt auf der hand. wollte ich nicht blofs sam-meln, sondern das gesammelte auch andern zugänglich machen, so muste ich michdamit begnügen, alle bisher bekannten glossenhss. auszubeuten und nur innerhalbfest bestimmter gränzen der jagd auf unbekannte nachzugehen, ich zweifle nicht,dass später noch manche hs. auftauchen wird und ich wünsche, dass gerade dieseSammlung zu weiterem nachspüren anreizen möge: immerhin aber dürften, wie mirscheint, die grnndlinien gezogen sein, innerhalb deren neuen fanden ihr platt; wirdangewiesen werden müssen.
Obwol eine reihe von jähren verflossen ist, seit ich an die herbeischaffung desmaterials gieng, so würde doch dieser erste band schwerlich schon jetzt haben aus-gegeben werden können, ivenn mir nicht mein freund Sievers bereitwillig seine mit-hilf e angeboten hätte, die auch den folgenden bänden in ähnlichem mafse zu gutekommen wird, seinerseits steuerte er abschriften der Oxforder hss. Jun. 25 und 83,der Carlsruher Aug. ic und cxi sowie der Casseler theol. fol. 60 hei und hat dann,teils auf grund dieser, teils unter benulzung meiner copien, alle durch einen sternausgezeichneten nummern bearbeitet. * diese äufserliche trennnng hat allerdings einigeauch durch meine superrevision nicht zu beseitigende nngleichmäfsigkeiten zur folgegehabt, so namentlich die, dass in den von mir herrührenden partien die zur erklärungund berichtigung nötig erscheinenden bemerkungen gleich in den noten beigebracht,dagegen in den von Sievers redigierten für das spätere Wörterbuch verspart wurden;
* für die Keronüehen gll. lagen zwei collaüonen, die von Sievers, deren resultaleer Zs. 15, 120 ff mitgeteilt hatte, sowie die meine später angefertigte vor: einige mal, xuoSievers an seiner von der meinen abweichenden lesart festhallen zu sollen meinte, gab erin den noten, durch S. und St. unterschieden, unser beider lesung an. vgl. aber die nach-trage am Schlüsse des bandes.