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Bald gewann die ndd. Dichtung sich denSüdwesten und Süden: im Jahre 1508 druckteMartinus Flach zu Strassburg, 1512 HannsFroschauer zu Augsburg den Bruder Rausch;möglich, dass der erstere bereits einen Vorgängerhatte. Später folgte der Westen, wovon wir gleicheingehender zu sprechen haben werden, und derNorden: zu Kopenhagen druckte im Jahre 1555Hans Vingaard Broder Russes Historie 1 ).Jedoch keine dieser Bearbeitungen bringt inhaltlichNeues, weder die hochdeutsche trotz ihres Hin-weises auf Esrom (oben S. 15) und dennmarcklandt noch die dänische trotz aller künstlerischenFreiheit der Vorlage gegenüber, die dem Büchleineinen eigenen Reiz verleiht 2 ). Sie beanspruchtallerdings unser Interesse noch in einer anderenHinsicht. Schon Herford 3 ) machte darauf auf-merksam, dass sie sich an mehreren Punktenmit der dänischen Volkssage (V) berühre: 1. indemder Teufel schon an der Klosterpforte seinenNamen nenne (und hierin kommt V auch mit Güberein, s. oben S. 11), und 2. indem er hier wiedort ein Viertel, nicht das Hinterteil der Kuhmit sich nehme. Und da an dieser Stelle beideTexte wieder allein den Zug hinzufügen: Ruushabe die übrigen drei Viertel an einen Baum
*) Aufgefunden und hrsgb. [in 50 Exemplaren] duich Chr. Bruun, Kopen-hagen 1868. - Der von Herford, Studies in the literary relationsof England and Oermany 1886 S. 300, versuchten Herleltung desdän. Druckes aus der hochdeutschen Redaktion kann ich nicht beistimmen,wenn schon seine Vorlage mit keinem der erhaltenen ndd. Drucke iden-tisch gewesen sein wird.
') Vgl, Bruun a. a. O. S. 3 ff; Herford S. 2Q8 ff.
») A. a. O. S. 301.